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-Vereine. /
Bit bei: wissenschaftlichen Sitzung der Sencken» chen Naturforschenden Gesellschaft, Samstagz ^ M., legte der Vorsitzende, Herr Dr. Petcrsen, verschie- schenke vor und theilte sodann mit, daß mit Ende des JahreS der zweite Direktor, Herr Dr. Finger, und der korreiponiirettde Schriftführer, Herr Tr. Blumenthal,
: Tirektwn geschieden seien und an deren Stelle Herr Uler als zweiter Direktor und Herr Dr. FridLerz als ammten ührer getreten seien. Sodann gedachte Herr Prof. Lucae wmstadt Net« des verstorbene» korrespondirenden Mitgliedes > dsr. Ehrenberg. Herr Prof. Lucae gab nach eini»
_ leitenden Worten eine Lebensskizze Ehrenberg's, wozu w „Hof Duette muhrere akademische Schriften, sowie insbesondere
E ist vmr dessen Schüler Prof. Johann Haustein: „Ch.
berg, ein Tagewerk auf dem Felde der Naturwissen» Es 19. Jahrhunderts, Bonn, 1877" bezeichnete. Ehren« sschäftigte sich schon in Schulpforta mit der Sammlung, tung und Ordnung von Pflanzen; er widmete sich zwar, jerlichen Wunsche zufolge und im Hinblick auf Missionen
K Ländern, der Theologie, wandte sich aber bald ganz zin und den Naturwissenschaften zu. 1816 siedelte er terlin über; aller unbestimmte» mystischen Anschauung tarf er der generatio aequivoca den Fehdehandschuh hin; kr Promotionsschrift 1818 konnte er schon mehr als 60
ä te Arten von Pilzen zusammenstellen und characterisiren, ste, wie die Pilze gerade wie die höheren Organismen »n erwüchsen. Durch Alexander von Humboldt empfohlen, hrenberrg mit seinem Freunde Hemprich von dem Preuß. j von Minutoli der archäologischen Reisegesellschaft nach jlländern beigegeben. Als diese in Folge vieler Schtvie- » ergebnnßlos umkehren mußte, blieben die beiden Freunde » Afriüa und machten unter unsäglichen Drangsalen die Neusten Exkursionen; aber Hemprich erlag gleich anderen »ährten den Strapazen, und Ehrenberg langte Ende 1825 sehr als fünfjähriger Abwesenheit erschöpft und e.ntmu- ' st an, als einziges überlebendes Mitglied der Ge« hatte es sich nicht angelegen sein lassen, blos dgl. zu sammeln, sondern es galt ihm, die Natur , für Schritt in ihrer Ganzheit zu erkunden; an Ort und suchte er Alles sofort aufs Genaueste zu studiren, systema« / /di bestinmen, anatomisch zu zergliedern, um alle Dinge ’ , ‘ «er Wechselbeziehung zu verstehen. Er verbreitete zuerst
ßber Korallen und Polypen und zeigte das Vorkommen -, rsusorieir in fast jedem Gewässer. In seinem Reiseherbarium " '*7’ '^Ibe Spe>tes durch zahlreiche, oft in die Hunderte gehende J sduen vertreten: über 46,000 Individuen waren es, die Arten auSmachten. Ebenso waren die Arten der / , durch ganze Formenreihen bargestellt: etwa 34,000 in
1000 Arten machten die zoologische Sammlung aus. Alles Men füllt 114 Kisten von 20 bis 30 Kubikfuß Inhalt. X * Ziffern sprechen deutlich aus, wie die Reisenden ihre .aufgabe zu lösen wußten. Das Hauptgewicht lag jedoch ' ^ st subjektiv als objektiv in der weitumsassenden Uebersicht,
* i Ehrenberg über das Verhältniß des organischen Lebens
undament für seine geistige Fortentwicklung gewonnen hatte, nute dem Nachweis liefern, daß im Nil wie in der Spree, othen wie im Mittelländischen Meer sich bestimmt charak- :bare Individuen den kleinsten lebenden Formen finden; wse Moleküle, unbestimmten Urschleim hatte er vergebens st. Eine zweite Reise 1821 mit Humboldt und Gustav im Ural und Altai gab ihm Gelegenheit, die Florett itnd len dieses Welttheils mit den afrikanischen zu vergleichen, rend dieser Abwesenheit wurde die Aufarbeitung seiner rutschen. Sammlung zwar sortgeführt; allein die offiziell «lt'e Ausführlichkeit sah er jetzt als drückende Last an und
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davon entbunden zu werden. So sind seine „Symbolae , icae" Fvigment geblieben. Bureaukratie und freie Wisseu- t und Kruft verstehen sich leider selten gegenseitig. Hierschloß ein Abschnitt in Ehrenberg's Leben. Nun hielt er wieder an die ruhige Arbeit, insbesondere an die mikroskopi- Erspähung der Grenzen des Lebens am Rande der Sicht- icit. Er wies in mehreren Abhandlungen nach, daß die Porten einen sehr künstlichen inneren Bau haben und man ■ Arten und Gattungen so gut desiniren könne, wie die der rren Wesen. 1838 erschien sein großes Jnsusorienwerk, hes die Smckenbergische Naturforschende Gesellschaft mit dem als zuerst gegebenen Sömmeringpreise krönte. Von seinen M Leistungen wurde er besonders populär durch den Nach- I, daß gewisse Erden theils Thierleiber, theils deren Hüllen , durch die Erklärung des Meerlcuchtens, des Blut- und lubregens,, des Hostienbliitens (durch moma prodigiosa). Das ite großer Werk Ehrenberg's war die „Mikrogeologie". Es selbstverständlich, daß ein solcher Forscher und Erfinder auch zner und Neider fand; das ist aber sicher, daß ohne ihn die ologie, Bwtanik, Physiologie und Anatomie sich nicht auf ser Höhe befinden würde. Als Lehrer wollte er zu deutlich k und gestaltete seine Kollegien dadurch nicht gerade amüsant; legen wem er am Mikroskop unermüdlich und bereit, seine tersnchuiiMN auszusühren. Seinem Aeußeren nach war er in von Statur, ein dickes, rundes, lebendiges Männchen mit idem Gesicht, rasch in Gang und Bewegung; so wenigstens nnert sich Redner seiner. Als alter Mann fiel er auf der »ppe, brach den Schenkel halb, mußte lange Zeit zu Bett zu- mgen, verlor nach und nach das Augenlicht, und konnte nur tz einige Zeit durch seine Tochter, die gegenwärtig mit seiner «u in Neapel sich aufhält und im Aquarium bei Dohrn öfter chnet, die Präparate zurechtmachen und die Untersuchungen »beiten lassen. Am 27. Juni 1876 starb