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*üi>it allen Vereinen unserer Vaterstadt hat keiner die Anerkennung gefunden, welche selbst über die deutschen Grenzen hinaus der SrnrKrnberg'schrn naturforschru-rn Grstllschust zu Theil geworden ist.

Diese Anerkennung ist nicht unverdient.

Mit Recht gelten die Sammlungen der Gesellschaft als ein hervorragendes Denkmal dessen, was Liebe zu den Wissenschaften auch in einem kleinen Gemeinwesen vermag. Um den Eifer für das Studium der Ratur zu wecken und zu beleben, und auch die Resultate der neueren Forschungen zugänglicher zu machen, läßt die Gesellschaft in doppelten Eurscn durch ausgezeichnete Docenteu Lehrvorträgc über Organisation und Lebens­weise der höheren und niederen Thicre, über Geologie und Mineralogie halten. Die Bibliothek endlich ist zumal in ihrer Vereinigung mit den Büchersammlungen des mcdicinischcn Instituts, des ärztlichen Vereins, des Physi­kalischen und des geographischen Vereins vollkommen im Stande, auch weitgehenden Ansprüchen zu genügen.

Ten Mitgliedern der Gesellschaft steht gegen Entrichtung von jährlich fl. II. der Besuch des natur- geschichtlichen Museums für sich und ihre Familie, sowie von ihnen einzuführende Fremde jederzeit frei, wie sie auch an den von der Gesellschaft veranstalteten Vorlesungen unentgeltlich Theil nehmen und die vereinigten Bibliotheken frei benutzen können.

Gegenüber dem Ansehen, dessen sich die naturforschende Gesellschaft erfreut, gegenüber demjenigen, was sie ihren Theilnehmern und deren Angehörigen zu bieten vermag, vor allem aber gegenüber dem Gemeinsinn und der Liberalität, welche die Bürger Frankfurts auSzeichnct, erscheint nun die Zahl der Gesellschafts-Mitglieder außerordentlich gering, und in dieser geringen Betheiligung ist der Grund zu suchen, weßhalb die Gesellschaft genöthigt ist, manche naheliegende Wünsche unerfüllt zu lassen. Ständen ihr die Mittel zu Gebote, so könnten die Sammlungen nicht bloß in der beschränkten Weise wie jetzt, sondern täglich dem Publikum geöffnet werden, so würde die Frage praktisch, ob außer den Abhandlungen, welche die Gesellschaft jetzt veröffentlicht, nicht auch noch interessante Verhandlungen aus den Zusammenkünften der arbeitenden Mitglieder durch den Druck zu ver­breiten seien, oder ob nicht weiter auch populäre, den Damen zugängliche Vorlesungen gehalten werden können.

Die jetzigen Einnahmen der Gesellschaft reichen aber kann» zu dem Erhalten des Vorhandenen, geschweige zu einer großartigen Entfaltung ihrer Kräfte aus.