O öffentliche Cviklävung.

5881. Wir finden uns veranlaßt hierdurch anzuzeigen, daß wir, so weit dabei von unserer Eigenschaft als Direktionsglicder der Senckenbergift en naturforschenden Gesellschaft, oder sonst von unserer Person die Rede ist, weder Zeit noch Mühe auf eine öffentliche Beantwortung des vom Herrn JJr. Ed. Rüppell neuerdings in Druck gegebenen Pamphlet's verwenden werden, welches eine Reihe von falschen Beschuldigungen, Unwahrheiten und Wahrheitsentstellungen enthält. Nachdem wir uns vor der naturforschenden Gesellschaft gerechtfertigt haben, geben wir uns unbesorgt dem öffentlichen. Urthcile hin, und wir können cs um so ruhiger, als wir dabei gleiches Loos mit vielen auswär­tigen, in der Wiffenschaft und in dem öffentlichen Leben hoch­

stehenden Männern theilen, über welche Herr Dr. Rüppell seit Jahren die unwürdigsten Schmähungen ergossen hat. Frankfurt a. M., am 29. Oktober 1840.

Die derzeitigen Mitglieder der Direktion der Senckenbeigischen nalur forschenden Gesellschaft.

von Heyden. Dr. Mappes. Dr. Sömmering.

Obiger Erklärung meiner Herren College« in der Direktion schließe ich mich nur insofern nicht an, als ich mir eine öffent­liche Beleuchtung des mich allein Betreffenden aus besonderen 'Gründen Vorbehalten muß.

Dr. Cretzschmar.

Gerichtliche Bekanntmachungen.

5882. Edictalladung.

Alle, welche aus irgend einem Rechtsgrunde an den Nachlaß des dahier verstorbenen Getz Weil, aus Schirhosf, Canton Bischweiler,, Departement des Niederrheins, An sprüche oder Forderungen zu haben vermeinen, werden hierdurch vorgeladen, solche binnen zwei Monaten bei Unterzeichnetem Gericht so gewiß anzuzeigen, als ansonsten dieser Nachlaß an die aufgetrete­nen auswärts wohnenden TestamentS-Erben ohne einige Caution verabfolgt werden wird.

Frankfurt, den 26 . Okt. 1840.

Stadt-Gericht.

Senator Or. Harnier, Direktor. _ Voigt, Secr. - Vica r.

5265. Edictalladung.

Alle, welche aus irgend einem Rechtsgrunde an den Nachlaß der dahierverstorbenen Karoline Katharine Krempel, aus Trarbach, An­sprüche oder Forderungen zu haben vermeinen, werden hierdurch vvrgeladen, solche binnen zwei Monaten

bei Unterzeichnetem Gericht so gewiß anzuzeigen, als ansonsten dieser Nachlaß an die ausgetretenen, zum Theil auswärts wohnenden Testaments-E.- ben ohne einige Caution verabfolgt werden wird.

Frankfurt, den 18 . Sept. 1840.

Stadt-Gericht.

Senator vr. Harnier, Direktor.

Voigt, Secr.-Vicar.

3219. Bekanntmachung.

2m Jahre 1811 starb dahier mit Hinterlassung eines Testamentes der Herr Fürst F r a n z v o n Salm-Salm und ernannte als Testaments- Erekutor den sürst ich Hohenlohe'schen Gehei­menrath Michael Knoerper von da, welcher sich auch unter ger chtlicher Leitung der Nach­laßregulirung unterzog, und im August 1813 die Einziehung des Nachlasses und Bertheilung desselben unter die Betheiligten überwiesen erhielt.

2m September >823 starb genannter Geheime­rath, weshalb auf besondere Veranlagung die unter d.ssen Nachlaß befindlichen Fürst Salm- Salm'schen Gelder in das G:richtS-vepo8ito- rium gebracht, und auch alle übrigen dergleichen Ausstände dahin eingezogen wurden.

Unter diesen nunmehr bei der Bank angelegten Geldern befinden sich 565 fl 50*(i kr., angeblich der Stallmeister« - Wiktwe Maria Margaretha Dur et. einer gebornen Trouillet, aus Paris und rospectrvo deren Erben, dann 50 fl. 14*1» kr., angeblich der Madame M i g n o t aus Epinal gehörig, dann 60 fl. e3 kr., wovon die Präten­denten nicht benannt sind Da der Aufenthalt der rc. D ü r«t und rc. M i g n o l oder deren Er­ben bisher nicht ausgemittelt weroen konnte, und sich auch um den übrigen baaren Bestand von 60 fl. 23 kr. noch Niemand beworben hat, so ergeht vom Unterzeichneten Herrschastsgerichte, als vom königl. Appellations-Gerichte für Mittel- franken aufgestellten Commissions-Gerichte an dieselben, sowie an alle und jede, welwe etwa Ansprüche auf diese Gelder zu haben glauben, und namentlich auch an die etwaigen Gläubiger der Fürst Franz Salm-Salm'schen Ver laffenschast, anmit die Aufforderung, sich inner­halb sieben Monaten und längstens bis Mittwoch den 30. Dezember l. 2- dahier zu melden, und ihre vermeintlichen Rechte nachzüweise i , widrigenfalls das Depositum als Lediggut betrachtet und dem königl. Fiscus zu­

gesprochen wird. Dabei bemerkt man schließlich noch, daß sich die Witkwe Düret einige, Zeit in DinkUsbuhl ausgehalten und nach Lage der Akten eine Tochter Maria Hhpvtit, angeblich verehelichte Fetu rd zu Paris hinterlassen habe.

SchiUingsfüist in Bayern, den 1 .Funi 1840.

Fürstlich Hvhenlohisches Herrschafksgericht. _ Helbrich, Herrschaftsrichte r._

5883. Oeffentliche Aufforderung.

Di« Ehefrau des Casper P r v sch e r dahier hat auf Sicherstellung ihres, in die Ehe gebrachten, Vermögens bei Gericht angetragen.

Oie bis jetzt stattgehabte Vermögensuntersu­chung hat ergeben, daß noch zur Zeit eine Ueber- Ichuldung nicht vvrliege; da indessen Gründe zu der Annahme berechtigen, es seyen außer den be­kannten Schulden noch weitere vorhanden, so werden alle diejenigen, welche aus irgend einem Rechtsgrunde Forderungen zu machen haben, auf- gefordert, solche, insofern sie nicht bereits ein­geklagt find,

Donnerstags den 26. November l. 2-, Morgens io Uhr,

dahier anzuzeigen, widrigenfalls sie sich die aus der unterlassenen Anmeldung der Forderungen etwa entstehenden Nacltheile selbst beizumessen haben. Ulrichstein, den 22. Okt. 1840.

Grocherz. Hess. Landgericht daselbst.

Fn Abwe,enheit des gro^h. Landrichters.

- _ Müller. _

5396. Aufforderung.

Die den Freiherrn von Nordeck zur Rabenau und den Freiherrn v. Schenk zu Schweinsberg in den Gemarkungen von Solms 2lsdorf und dem Flensu..ger Hose seit­her gemeinschaftlich zugestandene, jetzt aber in Folge contractsmaßiger uebereinkunft den Frei­herrn von Nvrdeck zur Rabenau allein zustehenden Zehntgrunkrente von I6fl., soll nach dem Renteavlösungsgesetze vom 27. 2»»i 1836 im I8fachen Betrage avgeldst werden.'

Es werden daher alle bekannte wie unbekannte bei Ablösung die,er Rente Betheiligre hierdurch aufgeforderl, ihre Rechtsansprüche an dieselben so gewiß binnen zwei Monaten bei Unterzeich­neter Gerichrsste.-e geltend zu machen, als sonst die Auszahlung des Ablösungs-Capikals an die Rentei der Freiherrn von Rabenau zu Lendvrf verfügt werden wird.

Laubach, den 15. Sept 1840.

Grvßherzogl. Hess. Gräfl. Solms. Landgericht daselbst.

G e v g e r.

5697. Ediktalladung.

Nachdem die Erben des dahier verstorbenen Ortsbürgers Christian Eißner dessen Nach­laß ausgeschlagen, und auf Einleitung des Con- curs-Verfahrens angetragen haben, so ist hiernach zuvvr Termin zur summarischen Liquidation sämmtlicher Forderungen, so wie zum Versuch der Güie, auf den 18 November l. 2-, Vormittags 9 Uhr, unter dem Rechtsnachtheile anbestimmt worden, daß die zurückbleibenden bekannten Gläubiger als dem Beschlüsse der Mehrzahl derer, die sich eingefunden, beitretend erkannt, die un­bekannten aber ausgeschlossen werden.

Dorheim, den 15. Okt. 18 * 0 .

Kurfürstl 2ustiz-Amt.

Halberstadt.

5657. Oeffentliche Ladung.

Katharina, Fohannes Mary Wittwe zu 2eheiden, entlieh, laut Obligation von, 21 . November 1812 , bei Fräulein von La hrvusch zu Lich Neunzig Gulden gegen Verunterpkändung

mehrerer Immobilien. Da die Rückzahlung dieses Anlehens wahrscheinlich gemacht worden ist, nicht aber durch Vorlage der Schuldurkunde bewiesen werden kann, so find Ansprüche daraus so gewiß binnen sechs Wochen dahier anzuzeigen und zu begründen, als sonst der noch offen stehende Hy­pothekeintrag gelöscht werden soll.

Laubach, den 3. Oktober 1840.

Großherzogl. Hess. Gräfl. Solms. Landgericht daselbst.

G e y g e r.

Literarische Anzeigen.

Für Billard-Inhaber."

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Hirscher, Prof. vr. 2- B. von Die Ge­schichte 2esu Christi des Sohnes Gottes uno Weltheilandes. Zweite Auflage, gr. 8/ 25 l lt Bogen. Preis nur fl. t. 9 kr.

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Quartalschrift, theologische, in Verbin­dung mit mehreren Gelehrten herausgegeben vonvr.v.Drey, vr.Mack, vr.Kuhnund vr. Hefele, Professoren der Theologie katho­lischer Fakultät an rer Universität Tübingen. Fahrg. 1840. 4 Hefte. Preis fl. 5.

Dogt, E. Der heilige Franciskus von Assisi. Ein biographischer Versuch. Mit ei­nem Anhang, die Lieder des Heiligen in der Ursprache enthaltend, und dessen Bildniß in Stahlstich, gr. 8. broch. Preis fl. i. 45.

11, Wissenschaftliche Werke aus verschiedenen Fächern.

Berzelius, 2- Fahresbericht über die Fort­schritteberphysischen Wissenschaften. 2m Deut­schen herausgegeben vonF. Wekler. I9r Fahr­gang. is Helt. gr. 8. eleg. broch. Preis fl 3. Das 2 te Heft des I9ten und die folgenden Hefte weeden bald Nachfolgen.

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