Der Umzug .’ 1
Mel.: Die Musik kommt.
Tschingbumm! trara! Trompetenstoß I Hurrah I jetzt geht der Umzug los!
Zu Wagen, was nicht laufen kann,
Per pedes schreiten baß voran Ganz vorn die Herrn Direktors.
Der erste führt die große Schell’, Der zweite unsre Schreibmamsell; Unmittelbar dahinterher Der erst’ und zweite Sekretär Und dann der Herr Kassierer.
Sein Geldsack hat ein großes Loch, Und zahlen soll er immer noch Für Elephanten, Wal’ und Hai’,
Okapi und noch allerlei,
Auf Wunsch von Fritze Römer.
Nach diesem folgt jetzt Adam Koch, Zur Seit’ hat er den August noch Und außerdem den p. p. Moll Mit einem Stoß von Protokoll’;
Dann kommen all die andern.
Frau S. trägt ihre „Nähmaschin’", Wilhelm! Form- und Naphthalin,
Der Hermann trägt die Druckerschrift, Den Leimtopf unser kleiner Stift; Darauf die Sektionäre.
Die Präparat’ von Herz und Darm Hat Reichenbach fest unterm Arm, Herr Kobelt schleppt der Affen zwei, de Neufville einen Papagei,
Der Böttger Schlang’ und Kröten.
Wie viele Käwwern Heyden hat,
Und Wanzen Guide fangen tat,
Ist gradezu phänomenal Wie Hägens Schmetterlinge Zahl Und Albrecht Weis sein’ Hummeln
Sodann tritt mit Amalia an Der würd’ge Nestor Heynemann; Herr Möbius erlieget fast,
So schwer ist des Herbariums Last; Noch schwerer sind die Steine.
Die schleppen Schauf und Kinkelin, Und jeder denkt in seinem Sinn:
So’n Umzug ist doch kein Plaisier; Von ganzem Herzen wünschen wir, Wär’ er nur erst zu Ende!
Jahresf. d. Senckenbg. Naturf. Gesellsch. 1904.
F. R.
*) l)ie Zugorduuug ist zum Teil durch den Reim bedingt. Der Verf.