iG'l

201

Fuss an der Nordsee gefasst hat. Seit langer Zeit haben sich verschiedene Forscher, "besonders aber unser Prof. Dr. RICHTER bemüht, aus dem Studium der Hüstenablager­ungen -der Nordsee die nötigen -Schlüsse für die Entstehn hung der Schichtgesteine zu ziehen. Immer mehr setzte sich die Einsicht durch, dass nur von einem festen Stützpunkte aus nutzbringende Arbeit zu leisten sei.

So wurde mit sehr freundlicher Unterstützung der Marine­werft zu diesem Zweck ein kleines Haus in Wilhelmshaven gemietet und umgebaut. Geh. Rat von WEINBERG stiftete die nötige komplizierte chemische Einrichtung, während die Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft» die Kosten für die feinen physikalischen Apparate übernahm, die für die dortigen Forschungen notwendig sind und die laufenden Mittel für die wissenschaftlichen Arbeiten zur Verfügung stellte. Es zeigte sich aber sehr bald, dass das Haus zu eng war, und so hat unsere Gesellschaft die Mittel zu einem Erweiterungsbau geliehen, der augen­blicklich wohl schon unter Dach ist und im nächsten Jahr in Benutzung genommen werden soll. Wir rechnen dabei auf die Unterstützung der gleichen Freunde, die uns bisher geholfen haben, und wir sind sicher, dass die wissenschaftlichen Ergebnisse dieses jungen Wissenszwei­ges Aufsehen erregen werden. Darüber hinaus aber wird der geologische Unterricht aller deutschen Universitäten durch Ferienkurse in unserer Forschungssteile an Ver­tiefung gewinnen. Schon jetzt haben sich deutsche und ausländische Gäste, sowie ein internationaler Kongress zum Studium der Arbeitsmethoden angemeldet, und das Januarheft von »Na t ur und Museum» wird unseren Mitglie­dern einiges über die geplanten Arbeiten und ihre Aus­wirkung bringen. So wird aus dem Zusammenwirken von Marine, begeistert

en Freunden der Naturwissenschaft,