120
sehr schwierig. Die Gesellschaft musste die gekürzte Arbeitszeit ihrer Angestellten aus Mangel an. Mitteln bestehen lassen, hat sich aber uemüht, durch mehrfache, aus Extrabeiträgen bestrittene Bewilligungen die Not möglichst fern zu halten. Jedoch war diese Einschränkung auf die Dauer nicht durchführbar und in der DezemberVersammlung wurde in der Verwaltung beschlossen, vom laufenden Jahre ab wieder die achtstündige Arbeitszeit einzuführen und Gehälter zu bezahlen, die sich an die örtlichen Tarife möglichst an- schliessen.
Von den schmerzlichen Verlusten des Jahres 1921 sind besonders zu nennen: unser ausserordentliches Ehrenmitglied Pi'of. Dr. H. REICHENSACH, der langjährige beliebte Dozent unserer Gesellschaft, aus dessen Nachlass wir eine grosse Anzahl wertvoller Bücher und mikroskopischer Präparate erhielten § die korrespondierenden Mitglieder: G. BECKER-Wiesbaden, Dr. med. R. EWALD-Konstanz, Prof.' G.G. SCHILLINGS-Berlir und Geh. Rat Prof. Dr. W. v. V/ALDEYER- HARZ-Berlin; ferner unser arbeitendes Mitglied MARTIN DÜRER.
Der Tod der Deutschen Kaiserin, die lange Zeit als Protektorin der Gesellschaft unseren Bestrebungen regstes Interesse entgegenbrachte, erinnert an so manche
Förderung, die wir ihr verdanken. Die Goethebüste, die Sie \
\
uns einst übergab, und die in der Vorhalle des Museums ;
i
steht, wird ein würdiges Erinnerungszeichen bleiben. |
i
Der Zuwachs an beitragenden Mitgliedern ist wiederum recht bedeutend. Die Zahl stieg bis zum 31. Dezember 1921 auf 5 538. In die Reihe der ewigen Mitglieder wurden 98 neu aufgenommen. i
Zu Korrespondierenden Mitgliedern wurden ernannt: | Prof. Dr. E. EGGERS-Mainz und Dr. F.C.ROEWER-Bremen, zu Arbeitenden Mitgliedern: Studienrat H.BUSCHMEYER, Prof. Dr. j A. JOHNSEN und Prof. Dr. R. NACKEN, zur Mitarbeiterin j
Freiin EBBA v. LEPEL.
i