Jahre 1918.

Die Arbeiten in.den-einzelnen Abteilungen wurden

nach der Rückkehr der Assistenten und Beamten wieder aus­genommen » auch unsere Freiwilligen Mitarbeiter und Mitarbei­terinnen haben zum grossen Teil ihre Tätigkeit wieder begon­nen; Wir möchten hoffen, dass gerade ihre Zahl 'noch weiter zunehmen wird, denn nach »der langen Unterbrechung wartet naturgemäss überall reichliche Arbeit und die Gesellschaft ist aus finanziellen Gründen leider nicht^in der Lage, die nötige Zahl von bezahlten Kräften einzustellen.. Sie ist demnach' mehr denn je auf die freiwillige ,Mitarbeit angewie- sen, wenn der ganzeweitere Ausbau..der Sammlungen nicht leiden soll. . ;>>- - - . . ... ,.. ... - ..

Die Säugetiersammlung konnte um einige prachtvolle Stücke bereichert werden'. Das Okapi- bildet, nach neuer Auf­stellung mit dem Okapikälbchen eine überraschend schön wir­kende Gruppe. Pantolops, Wasserschwein und Elch wurden den neuen Anforderungen entsprechend 8L umgearbeitet, ein herrliches grosses Kudu, ein-seinerzeit von Dr. A. LOTICHIUS aus dem Sudan mitgebrachter Wasserbock* mit besonders stolzem Gehörn und ein gespensterhaft aussehendes Fingertier wurden neu auf gestellt.' - 1 ' - - . . ,

In der Vogelabteilung wurde die systematische Durcharbeitung der BERLEPSCHschen Sammlung von H. JACQUET fortgeführt und für die Hauptmenge der südamerikanischen Bälge, dem reichhaltigsten und wertvollsten Teil der ganzen wundervollen Sammlung beendet. Aus der alten wissen­schaftlichen Sammlung wurden die sämtlichen Typen der seinerzeit von RÜPPELL-neubeschriebenen A*>ten, über 200 Stück, für die Balgsammlung hergerichtet.

Eine Reihe von Schlangen und Echsen ist in der Schausammlung neu aufgestellt worden, u.ia. die gefähr­lichsten Giftschlangen der Tropen, so die beiden afrikani­schen Brillenschlangen, eine Klapperschlange, ein Buschmei­ster, eine Lanzenschlange und eine der farbenprächtigen Korallenottern Südamerikas, von Echsen das giftige Gila-