Frau Sondheira angenommen und die vielen vom hiesigen und vom Berliner Zoologischen Garten eingelieferten Tiere haben da tüchtig zu tun gegeben.

Eine ungeahnte und unvergleichliche Vermehrung hat in 1916 die Vogelsammlung er­fahren durch die Überführung der weltberühm­ten und wissenschaftlich hochbedeutenden Samm­lung des Grafen von Berlepsch, die trotz ho­her Angebote von seiten amerikanischer und englischer Museen für unser Senckenbergisches Museum erworben werden konnte. Die berühmte Sammlung zählt mehr als 55 000 Bälge, darun­ter Unika und grosse Seltenheiten. Besonders reich vertreten ist die farbenprächtige Vogel­welt von Südamerika; und die Ko]ibrisammlung ist die zweitvollständigste der Welt. Sie um­fasst mehrere Hundert Stück.

Wertvolles und reiches Material ist in die verschiedenen Abteilungen aus dem Bialowie- ser Urwald eingegangen, wohin die Gesellschaft ihren Assistenten der Zoologie Dr. I. Nick und zwei Präparatoren gesandt hat, um Wisentmate­rial für das Museum zu bergen. Dank der Unter­stützung der dortigen MilitärforstVerwaltung sind denn auch mehrere Wisentreste für unser Museum geborgen worden. Ausserdem sind von dort eine Sammlung paläarktischer Vogel, die unse­rer Sammlung noch sehr fehlten, reiche Ausbeu­te an Parasiten, anatomisches Material, Ver-