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§ 10 .
Finanzlage der Gesellschaft
und Besprechung des Voranschlags 1923
Die Übersicht der Einnahmen und Ausgaben ergibt für das Jahr 1922 nach der voraussichtlichen Abrechnung bis 30. September einen Fehlbetrag von rund 50 000 Mark.
Der Voranschlag für 1923 (1.Oktober 22 bis 30. September 23j ergibt bei einem, vorläufigen Einnahmebetrag von M. 846 500.— und einem Finanzbedarf von M. 3 581 689.40 eine Fehlsumme von M. 2 735 189.40.
Es soll versucht werden, diesen Etat nach den Vorschlägen von Prof. DREVERMANN etwa folgend rmassen auszugleichen: Da Entlassungen von Angestellten ohne Schädigung des Museums kaum mehr möglich sind, sind die einzigen Ersparnisse bei den Unkosten zu machen. Dies ist aber nur möglich, wenn jeder Bedarf rechtzeitig, d. h. mehrere Wochen vorher in der Geschäftsstelle angemeldet wird, damit, wie in diesem Jahre,versucht werden kann, den grössten Teil des Bedarfs als Geschenk zu bekommen.
Eine Vermehrung der Einnahmen soll zunächst durch Erhöhung der Mitgliedbeiträge auf 100 Mark versucht werden, zu deren Genehmigung eine ausserordentliche Generalversammlung auf den 28. September,Nachmittags 5 Uhr einberufen werden soll. Ferner soll die Stadt gebeten werden, den Beitrag wesentlich zu erhöhen, um die im Protokoll S. 375 angeführten Gehälter und Löhne davon bestreiten zu können. Weiter wird die Gesellschaft versuchen, durch die Universität, resp. den Staat Beiträge zu bekommen, da sie für die Universität nicht nur ihre drei Institute mit ihren Lehrsammlungen und Wandtafeln, ihre HOrsäle und die reichen Schausammlungen des Museums zur Verfügung stellt, sondern auch die Senckenbergisehe Bibliothek, d. h. die Bibliothek der