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Die Volksbildungsbestrebungen der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft und die Presse

Frankfurter Zeitung. 63. Jahrg. Nr. 163, 1. März 1919, Abendblatt Seite .2

Vom Senckenbergischen Museum

Die öffentlichen Besuchsstunden des Senckenbergischen Mu­seums lassen immer wieder gewahr werden, welch außerordent­lich reges Interesse alle Schichten der Frankfurter Bürgerschaft den Schausammlungen entgegenbringen. In weiten Krei­sen wird man die Absicht der Senckenbergischen Gesellschaft aufs lebhafteste begrüßen, ihr Museum in noch weit stärkerem Maße als bisher volksbildnerischen Bestrebungen nutzbar zu machen. Demnächst beabsichtigt die Gesellschaft, mit einem wohldurchdachten Plan hervorzutreten, dessen Durchführung die Erschließung des Museums für die Volksbildung in weitestem Umfang ermöglichen soll. Man denkt u. a. daran, die öffentlichen Besuchsstunden wesentlich zu erweitern, Sonntags soll das Mu­seum von morgens 9 Uhr bis in die Dunkelheit geöffnet bleiben. Regelmäßige Führungen sollen über die einzelnen Abteilungen der Schausammlungen und die Werkstätten der Präparatoren orientieren. Unentgeltliche gemeinverständlich gehaltene Lehr­gänge aus dem Gesamtgebiet der beschreibenden Naturwissen­schaften dürfen wohl auf eine große Zahl von Besuchern rech­nen. Die Schausammlungen selbst sollen ausgebaut werden. Neu geschaffen wird eine botanische und allgemein-geologische Ab­teilung, die u. a. eine vollständige Sammlung der abbauwürdigen Erze und Mineralstoffe aufweist. Die Verwirklichung des Planes würde das Senckenbergische Museum zu einer Art natur­wissenschaftlicher Volkshochschule machen. Es

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