Betrachten wir nun üas Vergältnis einiger üer gier ausgestellten Merzte zu üen verfchieüenen Instituten, die ans üer Stiftung gervorgegangen sinü, so finden wir als Legrer üer Mnatomie: Gottfried wilgelm Müller, Pgilipp Jacob Eretzfchmar. rsemrich rsoffmann und Gustav Lncae, als Botaniker: Jogann Baptist Wolfgang fresenins. Mls Ege- miker gaben wir üen berngmten Erfinder üer Schießbaumwolle nnü üer Schweüischen Zünügölzer, Nuüols Egristian Söttger, als Pggsiker die beiüen Grnnüer ües pggsika- lischen Vereins. Jogann Valentin Mlbert und üen Stiftsarzt Ernst Neesi in üer Sammlung, von üen Grnnüern ües Merztlichen Vereins sind gier im Vilüe vertreten: Gustav Mdolf Spieß, Georg Jogann Kloß, Detmar wilgelm Sömmering, Jogann Müolf Schmidt, Heinrich Boffmann (der Verfasser ües Struwelpeters) nnü die beiden Varrentrapp, Vater nnü Sogn. Mls Vegrnnüer ües Vereins für Mikroskopie fei Earl Egristiaa frieürich Mettengeimer erwägnt.
Interessieren wird es üas frankfurter vudliknm, wie viele von üen zur Schau gestellten Merzten nnü Naturforschern sich am die Dr. Senckendergifche Naturforschende Gesellschaft verüienl gemocht gaben. Diese ans üer Senckenberg-Stiftung gervorge- gangene Vereinigung besiegt fetzt fast 120 Jagre. Die erste flnregung zur Gründung ist von keinem Geringeren als fogann Wolfgang Goetge ansgegangen, üer nach feinem letzten Besuch in seiner vaterstaüt (1815) in einer Schrift dem Wunsche Musürnck gab, üaß man auf der Senckenbergischen Stiftung anfdanenü, megr als bisger geschegen, die Gebiete der Naturwissenschaften den Volksgenossen erschließen sollte. Die Senchenbergische Natur- forschende Gesellschaft ist üann am rr. November 1817 ans Mnregnng des frankfurter Mrztes nnü Legrer der Mnatomie, Dr, Pgilipp facob Erehschmar, von einer Mnzagl Männer üer verschieüensten Gesellschaftskreise ins Leben gerufen worden. Dem Begründer ües Meüizi- nischen Instituts und ües Bürgergospitals zu Egren wnrüe sie „Senckendergifche Natur- forfchenüe Gesellschaft" genannt und üem Senchendergianum angeglieüert.
Ein fagr üarauf erging ein Mufruf an üie Bürgerschaft, em Natnrgistorisches Muse n m zu schaffen; mit großem Erfolg. 1821 schon erstanü an üer Stelle üer genügen Ge- bänüegrnppe „Groß-frankfurt" ein San, üer dalü üurch Mndanten erweitert werden mußte, bis er 15 Säle nnü Limmer für üie Sammlungen neben ? Mrbeitsränmen answies. Die von Senckenberg ginterlassenen Mineralien unü Versteinerungen, sowie üie von Dr. Nüppell geschenkte Kollektion Mineralien bilüeten üen Grundstock, üer dalü üurch Mnkanf einer großen vogelsammlnng erweitert werüen konnte. Nicht zn vergessen die Musbeute üer Dr. Nüppellfchen Neisen nnü üie Zuwendungen „üer in allen Teilen üer Erüe anzutreffenden Sögne dieser Staüt". Mver auch für das Museum kamen trübe Zeiten, bis Gräfin Bose die Selbständigkeit üer Gesellschaft üurch Luwenüungen sicherte. Mit üem fagre 1^00 begann üann eine Slüteperioüe. Durch üie aufopfernüe Tätigkeit der frankfurter Merzte Mngnfl Knoblauch unü Ernst Koediger, von Dr. Mugust fassog und Dr. Mrtnr von Weinberg stieg üie Mitglieüerzagl, üas Institut gewann Weltruf, bis 1?14 der Weltkrieg fein eisernes Halt gebot nnü das Vermögen der Infiation zum Opfer fiel. Mber auch diese Leiten wurüen, desonüers durch üie unermüdliche Tätigkeit des Professor Drevermann, siegreich üverstanden. Der Soüen war fa trotz allem geebnet! man war 1?07 in üen Prachtbau an der victoria- Mllee übergesieüelt, an üer Grünüung üer Universität gatte sich üie Naturforschenüe Gesellschaft beteiligt, inüem sie allein ürei Institute üazu stiftete. Die Hauptsache blieb, üaß man üurch alle Nöte gindurch seine Selbstänüigkeit gewagrt gatte. Unü nun stieg auch die Mitglieüerzagl, üie Seziegungen zu In- unü Musland wurüen ausgedant, „Natur nnü Museum" - (gente: „Natur unü Volk") wurde zur Monatsschrift umgestaltet; 15>28-2? wurde üie forschuugsaustalt „Senckenberg am Meer" in wilgelmsgaven gegründet nnü ausgebaut.... unü so siegt geute üas Institut, seit 1?32 unter üer umsichtigen Leitung von Professor Nichter auf sicheren Grunümauern.
Die Sammlung des Naturgistorischen Museums, üas seit kurzem den schon von Goetge vorgeschlagenen Namen „Natur-Musenm" fügrt, weist viele Seltengeiten auf, um die üie Mustalt von anüeren Instituten veneiüet wird. So muß als eine der wertvollsten Erwerbungen üas
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