DIENSTAG, 12. NOVEMBER 1955
Di_
U!ßO©IS ilül^©PA
Fortsetzung
Kaiundborg 1261
60 kW 238 kH
Kopenh. 10 kW 1176 kH 255,1
12.00: Glockenspiel vom Rat- hausturm
Anschi.: Streichkonzert aus dem Hotel d’Angleterre 15.00: Orchesterkonzert 15.50: Als Einlage: Volkslieder aus Sorrent 17.00: Radiorevue für Kinder 17.30: Börse 17.45: Vortrag 18.15: Deutscher Unterricht 19.00: Presse
19.15: Vortrag: Die humanistische Bildung und ihr Wert
20.00: Jüdische Musik 20.45: ..Gauner". Hörspiel nach einer alten Marktszene
2L15: Musik für Oboe und Cembalo — B. Marcelio: Konzert für Oboe und Cembalo, C moll — J. B. Loeillet: Largo und Allegro aus der Sonate für Oboe und Cembalo E dur 21.35: Jugend hinter dem Ladentisch 22.05: Presse
22.20: Orchesterkonzert —
Mozart: Aus der Serenade Nr. 9 D dur — Rossini: Ouvertüre zu ..Der Barbier von Sevilla" — Dvorak: 2 slawische Tänze 23.05: Moderne Tanzmusik a.
dem Rittersaal im Lorry 24.00: Glockenspiel vom Rathausturm
Kaschau
259,1
2.6 kW
20.55: Militärkonzert 21.25: Preßburg
22,00: Prag
22.15: Preßburg
1158 kH
Kattowitz
395,8
12 kW
758 kH
20.05: Orchesterkonzert
22.30: Warschau 22.45: Plauderei
23.00: Warschau 23.05: SchaMplatten
Krakau 293
1,7 kW 1022 kH
15.15: Warschau
18.30: Literarisches, Schallpl.
19.40: Warschau 22.45: Vortrag 23.05: Schallplatten
Laibach 527
5.3 kW 5(7 kH
18.40: Philosoph. Vortrag 19.00: Nachrichten 19.30: Nationalvortrag 20.00: Uebertrag. einer Oper — In einer Pause: Nachr.
London-Reg. 342,1
50 kW 877 kH
17.30: Schallplatten: Variete 18.15: Kinderfunk 19.00: Mitteilungen 19.30: Kinoorgel 20.00: Moderne Londoner Schlager
20.30: Rundfunkorchester 21.30: „Eden End“, ein Hörspiel
23.00: Mitteilungen 23.10: Tanzmusik auf Schall- platten
23.30: Unterhaltungsmusik
Mähr-Ostrau 269,5
Moravska Ostrava
11.2 kW 1113 kH
18.10: Deutsche Sendung 18.45: Prag 19.15: Preßburg 20.25: Prag
Mailand 368,6
50 kW 814 kH
18.00: Für Landwirte 18.10: Für die Frau 18.45: Mitteilungen 19.00: Nachrichten in fremd. Sprachen
20.00: Italienisch. Unterricht 20.20: Presse
20.50: „Die Herzogin v. Chicago", Operette von E. Kalman 23.00: Presse
23.10: Mitteilungen (span.)
Midland Reg. 296
50 kW 1013 kH
18.15: Kinderfunk 19.30: Kino-Orgel 20.00: Moderne Schlager 20.30: Tanzmusik 21.00: Buntes Programm 21.30: „Eden End", ein Hörspiel
23.00: Mitteilungen 23.10: Tanzmusik
North Regional 449
50 kW 6(8 kH
17.45: Regional-Progr.
18.15: Kinderfunk 19.00: Mitteilungen 19.30: Kinoorgel 20.00: Regional-Progr.
20.30: Buntes Progr. aus London
20.45: Orchesterkonzert 21.30: Regional-Progr.
23.00: Mitteilungen 23.10: Plauderei 23.20: Tanzmusik
Oslo 1154
(8 kW 2(0 kH
17.00: Nachniittagskonzert 18.00: Reportage 18.25: Für die Frau 18.05: Nachrichten — Presse 19.30: Vielinvorträge 20.00: Vortrag
20.30: Orchestermusik. Werke von Berlioz, Urbach, Kreisler, Raff, Chopin, Bach, Rubinstein, Svend- sen und Debussy 21.40: Presse —> Aktuelles 22.15: Chorkonzert 22.45: Schluß
Posen 346
20 kW 8(8 kH
19.20: Schallplatten 19.35: Sport
19.40: Warschau und Katto- witz
22.45: Uebertragung 23.00: Schallplattenkonzert
Roste Parisien 313
60 kW 959 kH
19^54: Schallplatten 20.07: Sport 20.10: Presse 20.25: Theaternachrichten 20.30: Plauderei: Juristisches 20.35: Die halbe Stunde von Paris
2L05: Ueber prakt. Mode — Pause
21.25: Orchestermusik 23.30: Schallplatten 24.00: Schluß
Prag 470,2
Praha 128 kW (58 kH
10.05: Deutsche Nachrichten
10.11: Schallplatten
10.50: Vortrag
11.60: Schallplatten
11.05: Deutscher Schulfunk
11.45: Schallplatten
11.55: Landwirtschaft
12.11: Schallplatetn
12.25: Presse
12.35: Leichte Musik 13.30: Für Industrie und Gewerbe
13.40: Schallplatten 13.55: Deutsche Börse 15.00: Leichte Musik 16.00: In- und ausl. Börse 16.10: Unterhaltungskonzert 17.00: Jugendstündchen 17.20: Schallplatten 17.40: Plauderei 17.50: Schallplatten 18.00: Landwirtschaft 18.10: Deutsche Sendung — Vortrag — Klassische Lied- und Klaviermusik Bach: Präludium — Mozart: Drei Lieder — Fr. Schubert: Impromptu F moll — Brahms: Drei Lieder
18.45: Presse (deutsch)
18.55: Schallplatten 19.00: Presse 19.10: Radiofeuilleton 19.25: Einleitung zur Uebertragung
19.30: A. Bruckner: D-dur- Messe für Soli, gemischten Chor und großes Orchester
20.25: Befreiungswege. Eine Vortragsmontage 20.55: Konzert d. Rundfunkorchesters
22.00: Press© und Sport 22.15: C. Franck: Streichquartett D dur 22.55: Englische Nachrichten
Preßburg 298,8
Bratislava 15,5 kW 1004 kH
2L25: Ciemenceau: „Der
Glücksschleier", Spiel in einem Akt 22.00: Prag
22.15: Magyarische Berichterstattung 22.30: Tanzmusik
Radio Paris 1648
80 kW 182 kH
13.00: Für Landwirte 13.15: Buntes Konzert — In einer Pause, 14.00: Presse 15.00: Aktuelles >
15.05: Rezitationen 15.30: Schallplattenkonzert 16.30: Oekonomlscher Vortr. 17.00: Orchestermusik — C. Saint-Saens: Suite, op.
16 — Godard: Schottische Szenen — Silver: Aus „Der Paradisgarten" — Pierne: Venetianer Serenade — Bizet: Rom, Suite
18.00: Engl. Unterricht 18.20: Seeberichte 18.30: Kammerkonzert
19.00: Rezitationen 19.30: Orchestermusik 20.30: Plauderei 21.15: Sport — Presse 21.45: Bunte Unterhaltung 23.45: Tanzorchester 1.15: Schluß
Rom 420,8
Rom 50 kW 715 kH
19.00: Nachrichten (deutsch) 19.22: Touristisches (engt.) 19.28: Nachrichten (engl.) 20.20: Presse — Schallplatten 20.40: Vortrag
20.50: Kammermusik. Werke von Scarlatti, Vivaldi, Corelli, Szimanowski, Albeniz, de Falla 21.45: Vortrag 22.00: Bunte Unterhaltung 23.00: Presse
Scottish. Reg. 391
50 kW 767 kH
19.30: Gaeliscber Unterricht 19.50: SchaMplatten 20.00: Regional-Programm 20.30: Volkstüml. Musik 21.10: Geistl. Musik, Chöre 21.45: Plauderei 22.05: Orchester- und Chorkonzert
23.00: Mitteilungen 23.10: Nachrichtendienst 23.20: Tanzorchester
Sottens 443,1
25 kW 677 kH
19.00: Plauderei 19.20: Neue Schallplatten 19.40: Aerztlicher Vortrag 20.00: Kurzhörspiel 20.35: Alte und moderne Musik — Dazwisch. (21.20): Nachrichten — Musik von Lauber, E. Bloch, Liszt, de Senger, Dalcroze, H. Binet und Chaix 22.10: Vom Völkerbund 22.30: Schluß
Stockholm 426,1
55 kW 704 kH
Motala 50 kW 21( kH 1589
17.05: Kinderstunde 17.30: Rezitation 18.00: Schallplattenmusik 18.55: Technischer Vortrag 19.30: Literarische Chronik 20.00: Harfenkonzert — G. Faur6: Romanze — Busser; Konzertstück — M. Tournier: Lied 20.15: Die Familie Turbin — Spiel von Bulgakov 22.00: Konzert des Rundfunkorchesters
Toulouse 329
60 kW 915 kH
12.45: Salonmusik 12.55: Schlagerlieder 13.15: Wiener Musik 13.20: Nachrichten 15.35: Kinderfunk 1-3.50; Mitteilungen 14.00: Wunschprogramm 14.25: Operettenmusik 14.50: Opernarien 14.55: Pressebericht 19.00: Gesprochene Zeitung 19.05: Wiener Musik 19.15: Filmschlager 19.30: Schlagerlieder 19.45: Mitteilungen 19.50: Leichte Musik 20.05: Operettenlieder 20.25: Mandolinenmusik 20.30: Nachrichten 20.45: Leichte Musik 21.00: Opernmusik 21.15: Unterhaltungsmusik 21.30: Werbeprogramm 22.35: Leichte Musik 22.45: Musik in bunter Folge 23.20: Filmschlager 23.30: Koloniale Nachrichten 23.45: Jazzmusik 24.00! Wunschprogramm 24.20: Liedervorträge 24.30: Argentin. Orchester 24.45: Opernarien 1.00: Bunte Unterhaltung 1.15: Nachrichten L20: Jagdlieder
Warschau 1339
Warszawa 120 kW 224 kH
12.00: Mitteilungen 12.15: Schulfunk 12.30: Salonmusik 13.25: Für die Hausfrau 13.30: Arbeitsbörse 15.15: Mitteilungen 15.20: Börsenbericht 15.30: „Abenteuer im Grand Hotel" von Abraham 16.00: Mitteilungen 16.15: Solistenkonzert 16.45: Volkslieder 17.00: Ueber Entdeckungen 17.15: Orchesterkonzert 17.50: Briefkasten 18.00: Klaviervorträge: Rieh.
Wagner, Brahms 18.30: Literar. Vortrag 18.45: SchaMplatten 19.00: Für Landwirte 19.20: Werbesendung 19.35: Sportbericht 19.50: Vortrag über Pilsudski 20.05: Orchesterkonzert — Dazw.: Mitteilungen 22.30: Plauderei 22.45: Esperanto-Weltkongreß in Rom
23.00: Mitteilungen 23.65: Tanzmusik auf SchaMplatten
(Roman. Fortsetzung non Seite 18.) zu bessern, wie er bas einst ehrlichen wollens van allen Kanzeln hat verkünden lassen! — (brimmig stieß er den schweren Stock auf die Steinfliesen: nun war er, wie er geworden, mochten sie ihm nachreden, was sie wollten!
Als er die Tür zu Franziskas wohnraum aufstieß, zeigte ihm der erste Mick, daß die predigten seiner Gattin nicht sonderlich gewirkt hatten! Luise von öernerdin starrte, der Standpauke ungeniert den Rücken kehrend, angelegentlichst durchs Fenster in den glühenden Hof hinab und hörte kaum, was ihre Schwester mit gefalteten Händen auf sie einredete mit dem grämlich-frommen Ausdruck, den Franziska von Hohenheim, gleich der Frau von Maintenon, mit den würdigeren Fahren angenommen hatte. Zwischen der erhabenen Schwester und der Düng- sten bestand nicht nur der Unterschied des Alters, der die Aeltere fast als Mutter des Nachkömmlings erscheinen lassen konnte: die Reichsgräfin war mit klarer Anpassung zum Ziel gekommen, während die Schwester, ein zierliches Figürchen wie aus der herzoglichen Porzellanmanufaktur, eine Art hatte, den schlanken hals zurückzuwerfen und sich die salbungsvollen Reden schnell
stens wieder aus dem Kopf zu schütteln, daß nicht schwer zu raten war, wer vom Trotz des Hauses Sernerdm mehr auf die Reise mitbekommen hatte.
„Vas Mädchen ist gar nicht zu belehren!" begann Franziska hilflos.
„Menu wir uns doch liebhaben!" schmollte Luise vom Fenster her. Sie hatte den eintretenden Herzog mit ehrfurchtsvollem hofknix begrüßt, aber da er sofort mit strenger Richtermiene die bekannte Fürstenhaltung einnahm, mit Vorgesetztem Fuß und der Hand in der Hüfte, wie auf den Silbern in der langen Galerie, so zog sie vor, ihren Standort beizubehalten: zudem ließ sich nur so übersehen, welche Offiziere sich gerade im Hof Herumtrieben: das wenige, was sie von Franzkarl beim Ginreiten gesehen, genügte ihr keineswegs, ver Herzog musterte sie zornig.
„— Liebhaben.. ! wiederholte er gedehnt, „der Luftikus ist schon hinter mancher hergewesen: Molzogens Lotte, die ihren Köder nach allen auswarf, hat ihm auch den Kopf verdreht, wie sie den Schiller hat verrückt machen helfen, — heute die und morgen die..."
Luise von Sernerdin schüttelte nur ganz leicht die dunklen Locken: was brauchte sie darauf zu antworten! wenn sie es wußte, wie sehr er sie liebte, so genügte das. ver Rhythmus, den ihre Finger auf das Fensterbrett trommelten, entsprach dem Menuett aus einem Schäferlied und sagte: Liebe, Liebe, Liebe... Sie kannte weder die Gefährlichkeit der Stimmung des herzoglichen Schwagers, noch überblickte sie die Macht, die ihr gegeben war, wenn sie jetzt zur Unzeit an ein gewisses Gartenfest erinnert hätte, wo der große Fupiter einer hübschen Nymphe, die von ungefähr seine Schwägerin war, gar sehr nahegerückt war. vie Franzel hätte darin keinen Spaß verstanden, das wußte die Schwester wohl: wie sehr aber Herzog Karl, so gewaltig er manchmal auch noch donnern und blitzen mochte, in der Stille unter den Pantoffel gekrochen war, das ahnten auch die allernächsten nicht, denn Franziska von Hohenheim war so klug gewesen, den Umfang ihrer Macht nie ruchbar werden zu lassen. Auch heute war der Groll des Herzogs, der einen andern begünstigt fand, nur gezügelt von der Sorge, seinen Ehefrieden sicher zu verankern.
(Fortsetzung folgt.)
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