decursu post multos Clysteros ne semel quidem laxata alvus, in der

Nacht vor dem neuen jahr kam der schlag noch einmal & obibat.

Fende* manè habuit malè, schleim war zehe wolte nicht fort, tussis

multa.

Seine Rebecca bringt ihm alle sterbfälle langsam bey ne affligatur nimis.

ut von Speyerer, Lersner, Carben etc. etc.

Gab mir das Gespräch v. Carmen auff Dietzen* so jetzt in Darmstadt kranck

liegt, so gedruckt, v. davon er den Classen praeceptor Reinhard vor

den Autorem hält, meynte ich solte es tacite befördern daß es ihm zur

hand käme. Senex talis & quidem jam aeger alia deberet cogitare*

atque talia stulta, nec ego ero qui mittet, suppressurus potius.

Fende ipse agnoscit es gehe hart wied. etwas so man sterbe in der

Natur.

war den abend zieml<ich> wohl. bibit Thee bou mit Milch v. ich tranck

mit ihm.

Zum Ende des lebens einand<er> versöhnt seyn ist treffl<ich> consolirt

v. lässt ruhig einschlafen.

Fende abhorret jam debilis ab omni forti & gravi odore, von

Kümmel, von Coffee den er sonst so gern gerochen, der stinckt ihm*

jetzt so man ihn brennt.

Er zittert an händen, geht etwas schwach per hypocaustum.

Seine Rebecca hat bey dem brandt 1719 da ihr die Fuß solen sehr heiss

waren, folia fl<oris> Lil<iae> alb<ae> in die schuhe gelegt zum löschen.

Dormiebat paulul<um> à meridie. Vespera hatte er lust zu gedämpfften

borstorfer äpfeln.*

Fui apud Jmmler. Post apud Gabler.

Dicit G<abler> sein Gesicht werde wied<er> etwas gut. Der [?] letztl<ich> habe zu viel

oleum [?] in der salbe gehabt. Solo oleo Caryoph. & juniperi solch fuisse,

haben ihm die Augen inflammirt dann sey er weggegangen v. habe noch 14 tagen nicht

das fell abgehoben uti promisit.

Störger fuchs, so läufer v. heyducken gehalten ist mit soldaten

die stadt hinauß gewiesen worden; fefellit vulgum.

Flebat cogitans uxorem, Creutziae malam fidem, Grosii traue an

ihn. Dicebat er habe sich an nichts zu halten, lebe im Glauben*

v. tunckel. Müsse doch vor das seinige sorgen, sey ein Mensch

kein Engel. Alios inexpertos svadere ei fidem, qvam ipsi non

habent.

Er arbeite gern v. habe das gesicht nicht.

Loquebamur de superbia derer Pfaffen v. der Edelleute so ihnen immer

noch anhängt.

Gabl. messete alles nach seiner Elle ab, alle andere uti omnes facimus,

ne facta nostra injusta forte deprehendantur. Jlle fallit judicium

hominum, nil in sese [ubi] est, sed ubi ipsis proficuum est intuen-

tium.

Gabl. dicebat er habe ein particular in handen so in die Marck Silber 4 loth Gold

thue. visum eum impedire können es nicht brauchen. habe er einmal 6000

thaler sich etwas zu retten, v. dann 1000 thaler zu laboriren wolle er bald Meister

    seyn






[Ergänzungen des Schreibers]

* Nocte sequente fende

bene dormivit uti

mihi d<ie> Saturni sequente narravit

warff mane ohne dif-

ficultaet v. härte

auß, etwas appetit

da, frolich etwas,

vires quoque paulatim red-

eunt v wird er wohl

dißmal es überstehen.

* hystericis quoque odo-

res sonderl<ich> grati

non placent.

Mihi nuper catarrho

laboranti odor.

Tra [?] Grosin vid-

[?] super. qui die

praecedenti placuit

valde ingratus fuit

uti multa alia.

* Rebecca klagte

daß der alte Ries

noch nicht bey herrn

fende gewesen.

sed non vult

videre Rebeccam

qvam [?heram]

vocat. Jst

hitzig v. stoltz v.

eigensinnig wie

Ries. Hinc

antipatheia

animorum.

* Jmmler dicebat es sey

einer bey ihm gewesen,

der gesagt er bitte

Gott ihn lang leben

zu lassen, denn in dem

Grab der helle etc lobe

man ihn nicht, das sey wie

ein schlaaf v. traum

|: accommodatione ad

populum ita dixit

Christus & coelum [?]

postea vocat, resp.

resurrect. est somnus :|

v. man lobe Gott nicht wie

im leben, David oravit

Gott solle ihn nicht wegnehmen

in der helffte der tage

Sed ille non intellexit

salus Dei brevitatem

v. hat mit ihm capi-

tuliren wollen. Totos

ei nos tradamus opor-

tet. Jn nocte non

erimus [aprax?] . Jn



[Editorische Anmerkungen]

* Christian Fende (1651–1746), Jurist und einer der führenden Separatisten in Frankfurt

* Johann Hector Dietz (1704 – 1780), Theologe, Pfarrer, Superintendent, Oberhofprediger; 1732 Frühprediger an der Hofkapelle in Darmstadt