<12.3.1763>
d<ie>
Saturni12. Mart<ii>
1763.
Da nun Stadtschreiber
Hoffmann gestorben,*
wollte dessen ältester sohn*
ohne Kugelung den dienst
haben
der 2500 fl ein-
trägt
alß ob er erblich.
Jt<em>* also der
faule Esel
Dr. Seelig Raths schreiber.*
Jtem Diefenbach actuarius*
[?] sen.
ward aber
abgeschlagen.
Er soll bey hoffmann
der ein Voluptuosus*
war v. gut frasse v.
soffe,
schlecht im
Beutel stehen.
Luxus evertit
rem marsupii.*
[Editorische Anmerkungen]
* Wohl Christian Sigismund Hofmann (aus Wetzlar); war hochfürstlich Sachsen-Hildburghausischer Rat; wurde 1728 als Advocat in Frankfurt/Main zugelassen; 1730 in Frankfurt Stadtschreiber (Quelle: Frankfurter Juristen, S. 82 f.)
* Wohl Friedrich Reinhard Hofmann (1721-1780), Sohn von Christian Sigismund H.; 1763 Stadtschreiber in Frankfurt/Main; 1766 Syndicus (Quelle: Frankfurter Juristen, S. 83)
* Ebenso
* Evtl. Johann Adolf Seelig (1696-1763), 1726 Ratsschreiber in Frankfurt (Quelle: Frankfurter Juristen, S. 184 f.)
* Johann Jacob Diefenbach ( † 1767), Actuarius (Quelle: Frankfurter Juristen, S. 38)
* vergnügungssüchtig
* Der Luxus richtete das Besitztum des Geldbeutels zugrunde.