<9.3.1763>
d<ie>
Mercurii9. Mart<ii>
1763
Bey großen dames so nicht
ordentlich leben v. in re
venerea excesse machen
leib Trompeter
à tubis uterinis
Fallopii
breviter*
seyn, sind obscoene
charges.
Als der jetzige Herzog von
Wür-
tenberg s. Mutter,
geb. Princessin Tour v-
Tassis,* wegen ihrer Hurerey
durch Husaren
begleitung
mit blancke Säbeln
ließ auf das Schloss nach
Göppingen Zur
Verwahrung
hinsetzten, sagte Graf
v. Cobenzel tunc hic
legatus
Caesareus*
die
Husaren haben sie
mit blancken Säbeln
v. leerer scheide nach
Göppingen
gebracht
Id est vacua uteri Va-
gina, ohne leib trompeter.
[Editorische Anmerkungen]
* kurz, in Kürze
* Herzogin Maria Augusta von Württemberg, geborene Prinzessin Maria Augusta von Thurn und Taxis (* 1706 in Frankfurt am Main; † 1. Februar 1756 in Göppingen), Gemahlin des Herzogs Karl Alexander von Württemberg. Ihr Sohn war Herzog Carl Eugen.
* damals hier kaiserlicher Gesandter (Evtl. Johann Karl Philipp Graf Cobenzl (1712-1770), der als kaiserlicher Geheimer Rat war er Gesandter und Minister beim kur- und oberrheinischen, fränkischen, schwäbischen und westfälischen Reichskreis) war.