<30.1.1763>

d<ie> solis 30 Januar. 1763

D siegner senator*

D. Plitt, senior, hat de

me* zu Ihm gesagt: Ich habe

ihm ein NeuJahr praesent

geschickt etc.

Ego dico: seniori id me

semper mittere.* Er thue

nichts davor.

Doctorin Moors, scabini

uxor* weil sie sich an schwache

v. krancke macht v. die leute

von Erbschafften verdrängt

heisse: die Wartefrau

mit der goldenen Uhr.

Es heisse von der neul<ich>

verstorbenen Baronne von

Goertz Erbschafft, bekomme

sie vor ihre Wartefrau

dienste nichts.

Ostendit* Hippolitum à Lapide

cum notis Regis Borussiae*

in Holland frantzösisch gedruckt,

in 3 Tomis in 12.

Herr Creyßgesandter v. Moser

hat wieder ein politisch werck

geschrieben das artig v. spitz ist:

s<ub> T<itulo>* Daniel in der Löwen-

grube.

Editum scriptum 2dum ex

Regis Boruss. Mandato de

jure eundi in partes*

in folio, so trefflich,

wird auch negiert daß bey

Sachsen das protestantische



[Editorische Anmerkungen]

* Ratsherr / Senator. Wohl Johann Siegener (1715-1779), Advocat in Frankfurt, dort seit 1761 Ratsherr: 1761 Senator, 1775 Schöffe, 1771 Älterer Bürgermeister (Quelle: Frankfurter Juristen, S. 191)  

* über mich

* Ich sage, dass ich dem Senior dies immer schicke.

* die Ehefrau des Schöffen

* Er zeigt

* mit Anmerkungen des Königs von Preußen

* mit dem Titel

* Die zweite Auflage nach dem Mandat des Königs von Preußen nach dem "Recht, sich in Parteien zu trennen" (das sog. "Itionsrecht")