<11.5.1763>

d<ie> Mercurii11. Maji 1763.

Herr Bethmann

O<brist>lieutenant Lombardi ist

gantz weg von hier, miß-

vergnügt, wird wohl gar*

die dienste quittieren, weil

Caesaris* autoritaet durch

den Hubertusburger Preussischen

Frieden sehr gefalle]

it<em>* er nicht promoviert

wird.

retulit* die Creyse wollen nicht

mehr die Kayserliche werbung

leiden, auch hier protestiert

die stadt bey dem Creyß, da

Lombardi [nicht?] ut decet*

im wirthshaus sondern in einem

privathauß ist bey de

Neufville, v. Graf v

Pergen* der vorher wie ein

despot ungerecht that,

nun in Verachtung ist

v. ausgelacht wird.

Hat nicht von uns Abschied

genommen, ohnerachtet

er es wohl [?] ge-

habt.

Er hat atheistische v. irreligi-

euse principia, v. einen

begrentzt v. [soldaten] Religi-

on die auf [nichts?] hinaus

läufft als zu thun was



[Editorische Anmerkungen]

* (am linken Rand:)

auch die stadt [Franckfurth?] will die 80 Mann Werbung zu bornheim nicht mehr.

it<em>(ebenso) [Würtzburg?] zu [Kitzingen?] nicht mehr. v stadt wolle werbofficiers im wirthshaus haben

ō im privathaus wie es bißher im [?]

* des Kaisers

* ebenso

* er berichtete

* wie es sich gebührt

* Johann Anton Graf von Pergen; Diplomat, Staatsmann, * 15.2.1725 Wien, † 12.5.1814 Wien. „1757-63 verwaltete er die im Siebenjährigen Krieg besetzten preuß. Westgebiete. 1763/64 war er Zweiter Wahlbotschafter bei der röm. Königswahl Josephs II. in Frankfurt.“ (Quelle: NDB 20 (2001), S. 185 f.)