<25.11.1762>
d<ie>
Iovis 25.
Nov<embris> 1762
Dr. Plitt* ist nicht zu Amos
Priester jubilaeo in-
vitiert worden, v. also
auch nicht] da zu tisch
gewesen.
Hatte auch ob officii
rationes* nicht gekonnt.
Ipse dixit
Conrectori
Purmanno roganti*
Corda movet dictum*
et in hoc melior Fresenio
et Mundenio*
ist ein starcker philosoph.
[Editorische Anmerkungen]
* " Johann Jacob Plitt. Prof. Dr. theol. Pfarrer. Theologe. * 27.2.1727 Wetter bei Marburg, † 7.4.1773 Ffm. Theologiestudium in Marburg und Halle. Nachdem er von 1748 bis 1755 als Pfarrer in Kassel und anschließend bis 1762 als Theologieprofessor an der Universität Rinteln an der Weser gewirkt hatte, wurde P. als Nachfolger des Seniors des lutherischen Predigerministeriums und Hauptprediger der Barfüßerkirche Johann Philipp Fresenius nach Ffm. berufen. Er übte das Amt bis zu seinem Tod aus. P. hatte es anfangs schwer, aus dem Schatten seines sehr beliebten Vorgängers herauszutreten. Seine rege seelsorgerische Tätigkeit stärkte aber zunehmend P.s Ansehen in der lutherischen Bürgerschaft. " (Quelle: Frankfurter Biographie, Bd. 2, S. 142 f. )
* (evtl.) aus Rücksicht auf sein Amt
* Er selbst sagte (dies) dem Conrector Purmann, als dieser (ihn) fragte
* Das Wort rührt die Herzen
* und in diesem ist er besser als Fresenius und Mundenius. (evtl.): Christian Münden, Prof. Dr. theol. Theologe, Schriftsteller. ~ 13.8.1684 Burg auf Fehmarn, † 9.8.1741 Ffm. Studium in Kiel und Leipzig. Danach als Pfarrer und Lehrer in Göttingen und Helmstedt tätig. 1730 Ruf an die Katharinenkirche nach Ffm., wo er am 12.11.1730 seine Antrittspredigt hielt. 1732 Senior des Predigerministeriums und Hauptprediger an der Barfüßerkirche. Vertreter der lutherischen Orthodoxie. Verfasser zahlreicher theologischer Schriften. M. gab 1735 die Schrift „Ffter Religionsverhandlungen zwischen den Reformierten und dem Rath“ heraus. Eine unvollendet gebliebene Abhandlung über die Entwicklung derBuchdruckkunst wurde nach seinem Tod von Johann Erasmus von Klettenberg fertiggestellt und mit der von M. anläßlich der 300-Jahrfeier der Buchdruckkunst gehaltenen Dankpredigt 1741 veröffentlicht. (Quelle: Frankfurter Biographie, Bd. 2, S. 73).