<29.8.1762>
d<ie>
solis 29. Aug<usti>
1762.
Rector Albrecht.
will nicht Pfarrher seyn
ait* wie der hund in der
Fabel:
Regnare
nolo
liber ut non
sim mihi.* *
(regnum nobilis servitus)*
Vellet Centurias
philologico Theologicas
G. W. Wedelii commendatas
habere.* habet de pane
[ἐπιγσίω]
in der
4ten
Bitte meditatio-
onem, de qua
scribet Rector*
D. Plitt* hat
Rectori* nach
dem Examine
ein trefflich
favorable compliment
gemacht, optime
se ei
probavit.*
miratus est* daß die buben
so viel Griechisch v hebräisch
können.* Graeca ipse
Plitt
non multa scit.*
[Editorische Anmerkungen]
* er sagt
* Ich will nicht herrschen, dass ich nicht für mich frei bin
* Phaedrus, Liber Fabularum 3,7,27
* (Herrschaft ist eine adlige Knechtschaft)
* Er würde die "Centurias ....", von G.W. Wedel kommentiert, haben wollen. (Evtl.: Georg Wolffgang Wedel: Centuriae secundae exercitationum medico-philologicarum sacrarum et profanum... Jena : Bielck, 1705-20)
* Er hat über das Brot in der vierten Bitte eine Meditation, über die der Rector schreiben wird.
* Johann Jacob Plitt. Prof. Dr. theol. Pfarrer. Theologe. (* 27.2.1727 Wetter bei Marburg, † 7.4.1773), Senior des lutherischen Predigerministeriums
* dem Rector
* er hat sich im bestens empfohlen
* er hat sich verwundert
* Albrecht unterrichtete auch J.W. Goethe im Hebräischen, vgl. "Dichtung und Wahrheit", Teil I, Buch 4.
* Griechisch weiß selbst Plitt nicht viel.