<25.8.1762>

d<ie> Mercurii 25. Aug<usti> 1762.

Jener sagte:

Pour etre ton medecin il

faut etre charlatan.

v. da einer ehrlich war

praesagirte er ihm keine

opimam messem.*

Et sic est, mundus vult

decipi,* et qui non est

deceptor, in orbe

multos non lucratur

numos, medicus.*

At nec opus est his,*

sapiens quaerit necessaria

ut vivat,* non superflua

et nimium ut pere-

at,* aeternis, divinis,

spiritualibus contentus.*

Decipiat mundus, dece-

ceptionem amet et decipiatur*

nihil ad sapientem.*

modo Deus, virtus,

integritas, sapientia

maneant, et sint

corpori et vitae ejus

necessaria.* sufficit

ei hoc.* Spiritum

pascit, corpus non sagi-

nat.*

Der aber redete, redete

nach der Welt praxi, die den

Goldklumpen anbetet alß ihr

höchstes guth, v. vergeht mit ihrer



[Editorische Anmerkungen]

* reiche Ernte

* Und so ist es, die Welt will betrogen werden

* und wer kein Betrüger ist, gewinnt auf dem Erdkreis nicht viel Geld, (als) Arzt.

* Aber er bedarf dessen (sc. des Geldes) nicht

* der Weise sucht das Notwendige, damit er leben kann

* nicht das Überflüssige und das Zuviel, auf dass er untergehe

* er (ist) mit dem Ewigen, Göttlichen, Geistlichen zufrieden

* Die Welt möge betrügen, sie möge den Betrug lieben und betrogen werden

* Das hat nichts mit dem Weisen zu tun.

* Wenn nur Gott, Tugend, Unbescholtenheit, Weisheit bleiben und sind/existieren das seinem Körper und Leben Notwendige.

* ihm genügt das

* Er nährt seinen Geist, mästet nicht seinen Körper.