^ \ a% Ar 1 A

der beglückten Unterthanen, entzückt über diese Erscheinungen, traten zu beyden Seiten vorge- meldeten Vorplatzes vor ihre Wunsch-Altäre, auf deren einem jene für langes Leben, und diese auf dem andern für die unwandelbarste Ge­sundheit Sr. Kayserk. Majestät und Dero Al­lerdurchlauchtigsten Familie die Flammen ihrer inbrünstigen Wünsche nach dem Himmel auf- fteigen lassen. In voller Zuversicht auf die un­fehlbarste Erhöhung dieser treueifrigsten Wün­sche sahen sie gleichsam schon zum Voraus die glücklichen Folgen ihres erneuerten Glückes. Denn in der Aussicht des offenen Gallerie-Bo- gens, zu Rechten, erblicken sie aus der Ferne den mit Lorbeerkräntzen geschmückten Mars, oder den siegreichen Krieg in Begleitung der Ehre, und zur Lincken die Irene,oder die Neigung zum Frieden in Begleitung des Ruhms mit Palm- zweigen und gefülltem Horn des Ueberfiusses mit freudigen Schritten im Anzüge erscheinen. Nach abgebranntem Fcuerwerck gerührten Se. Kayserliche Ma>cstätan einer grossen Tafel die Abendmahlzeit einzunchmen,womit sodann die­ser erfreuliche Tag höchstvergnügt beschlossen wurde. (Der Beschluß folgt.)

Münster, vom 24. Merz.

Se. Durchs, der Erbprinz, sind den 22. die­ses, Nachmittags gegen 5. Uhr, allhier wieder­um eingetrvffen. Heute Mittag sind fünff Mousquetiers vom Printz-Carüs. Regiments plötzlich gestorben. Die Ursache davon ist, daß solche in eines ApothcckersGartcn Kresse gesucht, und statt derselben ein tödtlichesKraut ausge­nommen, welches sie, unerachtet der Warnung des Apotheckers, dennoch gekocht und gegessen. Sie sind gleich darauf verrückt im Kopfgewor- deu, und sofort gestorben. Noch ein Unreroffi- cier und ein Mousguetier, die ebenfalls davon gegessen, sind zwar tödtlich kranck davon gewoo. den, aber jetzo wieder in Besserung. Auch hat ein Kind sterben müssen, welches von ungefähr von dem Kresse mit prositirt.

Boyenden, vom 25. Merz.

Die, bey der gewöhnlichen Ablösung der Pv- stirungen, am 16. dieses vorgenommene Bewe­gung der Mitten Armee, hat die Garnison iw Göttinqen m einer grossen Aufmerksamkeit ge­bracht, so, daß man aus ihren Anstalten stehet,, sie besorge sich eines lleberfalls. Die auf dem Rathhause noch gefanaen sitzende Magistrats- Personen und Bürger, werden härter gehalten.

- %

Es werden Sturmbalken, Faschinen und der­gleichen angeschaft, und seit obgedachter Zeit darf keinSoldat mehr in den Wald nach Holz gehen, welches einen grossen Mangel in der Stadt verursachet.

^Auszug eines Schreibens aus Brieg, vom >6. Merz.

Zufolge der neuesten Nachrichten aus Breß- lau, haben Se-Ma-cstat bcy Dero Armee einige hshe Promotionen vorgenommen : Unter an­dern soll der Generallieutenant und bisheriger Eommandant zu Breslau, von Tauenzien, ein erledigtes Infanterie-Regiment erhallen ha­ben. Der Oberste von Heyden, welcher ehedem Colberg so tapfer vertheik iger,soll Eommandant von Breßlau geworden seyn, weil der Hr. Ge­neral von Tauenzien, dem Verlaute nach, bey der Armee Sr. Majestät, des Königs, Dienste töun wird. Nach eben d-iesen Nachrichten soll dasCzernischewsche Eorps den 24. dieses aufge­brochen seyn, um durch Striegau und Parch- witz, bey Leubus über die Oder zu gehen, und al dann jenseit der Oder, den Marsch weiter nach Pohlen forlzusetzen. Bey den Armeen in Schlesien ist bis jetzt nichts erhebliches vorgesalr len; ausser, Laß sich von weiten der Oesterrei- cher, verschiedene Patrouillen aus den Gebüc- gen 'in dem platten Lande zur Observirung der Preußis. Truppen haben sehen lassen, dre jedoch, ohne weiter etwas zu versuchen, wieder nach ih- ren Corps zurück gegangen sind.

Coppenhagen,vom 27. Merz.

UnsersKönigs Majestät haben, wie man ver­nimmt, befohlen, dieses Jahr 24. Schiffe von denLliiie und 12 Fregatten auszurüsten, über welche der Herr Admiral von Fontenauy das Commando en Chef haben wird.

Aus dem Hollsteinischen, vom 27. Merz.

Zu Anfang dieser Woche sind Se.Ereelleny, derKöniglich.Dänische General-Feldmarschall, Graf von St. Germain, bey den König!. Trup­pen, welche sich zu Oldesloe und Segeberg ver­sammlet haben, eingctroffen, und haben, dem Vernehmen nach, Dero Quartier am letztern Orte genommen.

Von der Hannyveris.Grenze, vom 29. Merz.

In und um Eimbeck iftalles gegenwärtig ru­hig, ausser daß die Garnison ru Göttinqen sich in dortigen Gegenden alles Rindviehes bemu­stert und solches in di«Vestung gebracht. Da§