Noris dich,verlach die bittre Klage, Die dich,so lanqeZeit,vergeblich trauren Heist! Erhebe dein Gemürh, und höre, was ick sage: Erwache aus dem Schlaff,erwecke deinen Geist! Laß die Unseeligen sich ewiglich betrüben,

Die sich in dieser Welt so schändlich aufgerteben.

Du bist nicht Schuld daran. Ein jeder soll sein Leben SammtSeele, Geist und Leib,daSihm derSchöpffek gab, , ,

Demselben wiederum zu treuen HändenHeben,

Wann er,zu seiner Zeit,es fordert von ihm ab;'

So lange GOtteS Hand pflegt über uns zu walren Ast auchder Mensch verpflicht fein Leben zu erhallen.

Diß jthret die Natur; kein Thier ist zu bewegen,

Es sU dasselbige^so araufam,ai6 es woll',

Die scharffe Klauen sich ins Eingeweid zu letzen, EmWürmlem krümmet sich: wenn eS verderben soll, Und solte die Vernünfft denn keinen Menschen lehren, Eich seiner LebenS-Femd, mit Sorgfalt, zu erwehren ?

'Wann ein beherzter Mann' den tapffern 'Vorsatz fasset, Daß er eh Haut vor Haut, ja Adern, Fleijch und Bein,

alles ,was er hat,nur für sein Leben lasset:

Wie kan jedoch ein Mensch so unbesonnen sepn,

Und in sein Emgeweyd so gramamlich verfahren Das tausind anü're doch mit Fleiß und Sorg Mwah» rrn.

Sott eindauffter Christ,mit Cato,sich verfallen, Wenn die Unsterblichkeit der Seelen ihn ergötzt, Dasi er um nur geschwind ansdieser Welt zu wallen, Das Messer lewer sich an Brust und Kehle w