SONNET 2.

^ ^Er Christlich fromme Rrahl wird nun zu Grab gebracht.

Den man die Redlichkeit mit Wahrheits-Grund könnt heissen.

Ein Feind der Heuchelei), der alles falsche Gleisscu Bestrafft aus rein'er Lieb" dabcssEss nicht gcacht,

Ob auch ein falscher Geist mit feiner Urtheils - Macht , ... .

Und einem Stakete, » Grimm Ihn welke niederreisscn;

Er suchte seine Lieb an jedem zu beweisen, ^

cjj Wenn eitle Gäcken schon Ihn schändlich ausgclacht: ^

Nun aber bleibt dein Feind nichts übrig, als ein Schämen, < )

Und Lr.chl kan seinen Ruhm mit in die Grube .nehmen.

Daß Er ein treuer Huch't/vor (ähzt aufrichtig war;/ ', Must Er gleich Ungemach) Creutz, Kranckheit, Tod ausstchen, Was ists? ein reines Gold muß recht durchs Feuer gehen, ^ Verwcß't auch schon fein Leib ; bleibt doch sein Rahme Rlahr. C*y

(*) Krahl/ peroder Buchstaben- Wechsel Klahr.

Ätii®

HODIE.-AttHI, CRA? TIBI

7 J 2 _-

mttyiWi,

mm®,

iiiiiii