Bey dm Eintritt
in das MDCCLVIIF' Jahr,
Wolke
für die von dem HERRN empfangene Wohlthaten seine Dankbarkeit
bezeugen,
Das Armen- Waysen- und Arbeits-Haus.
in Franckfurt am Mayn.
8 E.
'chöre, HERR, der Wayfen Flehen, || Und laß auch dieses Iai)r uns scheu Die Blicke deiner Freundlichkeit.
Du kanst, weil wir es gläubig wagen,
Uns unsre Bitte nicht versagen,
Dein Herz znr Hülfe ist bereit.
>ir König, den die Seraphinen
Verhüllt anbeten und bedienen;
Dir, o du HERR der Ewigkeit: Dir, Quell der allerreinsten Liebe, Sind unsre sehnsuchtsvolle Triebe,
Dir ist dis schwache Lied geweiht.
4 ><
„ ^ERR, dessen Güte ohne Ende,
Wir, als die Arbeit deiner Hände Verehren deine Wunder-Macht.
Was ist an uns und unserm Leben,
Das du nicht alles uns gegeben,
Das du nicht hast hervorgebracht?
^)eisi, Seel und Leib, und was wir haben, £| Sind deine grosse Gnaden-Gaben,
H)?eilr ganzes Duseyn rührt von Nichts bey uns Menschen ist zu finden,
Nichts, ausgenommen unsre Sünden,
Die sind von uns, und nicht von dir.
S.
O
Liebe! welche Welten (rüget, Und viele Millonen heget,
Die uns an dieses Licht gebracht:
Du hast durch dein allmächtig Walten Uns bis auf diese Zeit erhalten,
Und uns mit allem Wohl bedacht.
0sts gleich unmöglich zu ergründen, Wie oftmal wir mit unfern Sünden Gehäufet haben Straf und Schuld;
So überwog doch dein Erbarmen Die Missethat, du schonst der Armen Mit grosser Langmuth und Gedulr.
soviel die Wolken Wasser gieseu, Soviel im Welt-Meer Tropfen fliesen,
So viel von Gegen träufle du
Auf unfern Küyser, unsre Wonne,
Sey Ihm, o HErc! so Schild als Sonne: Sv jauchzen wir, Glück zu: Glück zu!
^)sts HErr erlaubt? noch mehr zu bitten, So wvilst du Segens-Ströme schütten H Auf alle Varev unsrer Stadt.
Wust du uns düse Huld erweisen;
^ So wird Va6 Volk beglücket heissen,
Das solche treue Obern hat.
9
^aß deinen Geist unö so regieren Daß wu viel Glaubens,Früchte spüren,
So dein Wort an den Herzen schafft.
U Zerstöre Satans Reich und Werke,
Laß ruhen deines Geistes Stärke ' J Auf Frankfurts rvercher pricsirrfchaft.' '
B.
^'elohne unsrer Pfleger Treue, Mit deiner Gnade Sie erfreue:
J| Gib Fortgang aller Raufmannschaft, Laß Sw zum Ruhm der Staaten blühen; |R Gib Heil zu jegliches Bemühen Aus unsrer werrhen Bürgerschaft.
Ilt
'enn dein gerechter Zorn erwachet, Der Wüsten aus den Ländern machet Und ganze Völker niederschlägt;
So darf kein Unfall uns berühren,
Du läß'st uns dein Erbarmen spüren,
Das uns auf Adlers Flügeln trägt.
— ö soll dein Lob bey uns erschallen j **5 So wollen wir noch ferner lallen Von deiner grossen Gütigkeit: mi Bis wir bey jenen höhern Chören mf Frolockend können dich verehren Wj Von Ewigkeit zu Ewigkeit.
??8&r