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Fra nkfurter Fr a uenv erei ne,

namentlich

dessen würdigen Vorsteherinnen

getveiht.

flechten und tvebett ,

^ 43tii*tulifc^e Äo^LN INÄ itfciifctje Leben.

Glück zum neuen Jahre r: r> . * -

UNvermischt, so wie mein M-rgengruß,

Folge Euch auf allen Euren Wegen,

Zhr, der Hülfsbedürstigen Genius.

O Ihr habt ein großes Werk begönnen,

Edle Frauen - und im allen Iaht Ist gewiß für Euch kein Tag verronnen.

Der Nicht irgend eine schöne That gebar-

Nackte kleiden, Kranke pflegen und die Armuth rntkdkrü , Thranen trocknen, die der Kummer weint,

Wunden heilen, Menschenelend lindern,

Welch ein hoher Zweck, der Euch vereint!

Aber nicht zufrieden war das rege Streben Mit des Augenblicks gehob'ner Noth ;

Nicht wenn es dem Kranken neues Leben Und dem Dürst'gen Arbeit gab und Brvd»

Denn noch ruhten Eure Mutterblicke

Auf den armen Kleinen- wie verwaißt,

Die der Ettern hartes Mißgeschicke

Immer tiefer in den Abgrund reißt-

Die Vrrlaßnen vom Verderben zu erraffen,

Und mit mütterlicher Pflege zu erzieh» ,

Wartet in der Schul', die still geschaffen

Ihr der welken Pflänzchen, daß sie neu erblüh»-

Da der Kinder künst'ges Glück zu gründen,

So viel die beschränkte Kraft es weiß,

Suchet Ihr iki alter Sitte aufzusinden, ..

Lehrt und übet sie in Ordnung, Treu und Fleiß.

Unterrichtet sie in allen Fertigkeiten,

Die des Hauses treuer Dienst verlangt, tzehrt sie kämpfen gegen Widerwärtigkeiten,

Wenn das schwache Herz um Trost erbangt.

Geht der armen und verlaßnen Jugend Auf des Lebens schmalem Pfad voran;

Führet sie, durch Weisheit, Frömmigkeit und Tugend- Allgemach vom Irrweg himmelan. ,

Wahrlich, keine höheren Berufe

In dem Ecdenthale giebt cs nicht,

Und Ihr, edle Frauen, stehet aus der Stufe,

Von der oft genug der Gottgesandte spricht«

1. Januar.

1817

Wie? Und dennoch hört man bittre Klagen ,

Daß wenig Froude auf der Erde blüh' ?

Hört in Hütten nicht den Unzusriednen sagen:

Daß das Leben nur in Sorg' und Angst entflieh? Thoren! statt daß ihr im bunten Weltgewühle Schatten greift, indem ihr hascht nach Lust,

Fühlt wie Sie, und selige Gefühle,

Himmelsgleich, erfüllen eure Brust- Köi^nt, die ihr, aufs Polster hingestrecket,

&v "» früher Morgenstunde gähnt,

«3Vv *|3t wie @ 1 * fcfo vorceet ,

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Schwinde», wenn ein herzlich Guter Morgen Euch ans fünfzig Kehlen froh begrüßt.

Doch was srommt's, dem Weltsinn zu erzählen,

Was das liebend fromme Herz erfreut?

Eiteln Flimmer wird cr doch nür wählen.

Der ihm augenblickliche Genüsse beut.

Ihr, Ihr seyd es, treue Pflegerinnen ,

Die des Forschers Blicke auf sich zkehn,

Deren Herzen, wie vom ersten Anbeginnen,

Immer feuriger von Menschenliebe glühn- Sorgt nur nicht, wenn viele Eurer Mühen Nicht belohnend waren, und vielleicht Viel der ausgestreuten Körnlein noch nicht blühest, Manche hoch der harte Boden nicht erweicht-

Diese Spanne Zeit läßt Uns nicht immer finden >

Was wir suchten, sorgend ausgedacht;

Langsam reift, auf schweisbenetzten Gründen,

Unsrer Erndte segensschwangre Pracht.

Und wenn auch nicht Erz-und Marmorplatten,

Die doch nur der Zeiten Zahn zernagt,

Eurer lobenswerthen Edelthaten

Eine Sylb' der fernen Nachwelt sagt;

Wenn auch unaufhaltbar schnell der Zeiten Strom ins Meer der Ewigkeit verrinnt:

Eurer Tagebücher thatenreiche Seiten^

Sprechen laut genug, was Jegliche gerblnnt.

Aber lauter spricht des Daukes stille Zähre,

Als des vollbeschrieb'nen Blattes todter Mund- Der Gerettete hebt sich zur Himmelssphäre-

Macht dem Weltenherrschcr Eure Namen kund-

Dlci' t nur treu dem christlich - schönen Bunde, Knüpfet fest und fester das geschlungene Band- - O wie segensvoll rust dann die letzte Stunde Zur Belohnung Euch ins beßre Vaterland! t

ä. N.

N.