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stets arbeiten, und wir verlangen von den Republikanern den Beweis darüber, daß, wenn wir dies thun, wir jene Errungenschaften nicht auch auf dem Wege der demokratischen Monarchie erreichen können. Wir in Nassau haben sie schon zum Theil erreicht, zum Theil sind sie uns zugesichert, und die nächste Zukunft wird sie in's Leben treten sehen.
Nun zum Schluß noch etwas, was zunächst bloß uns Nassauer angeht. Unser Herzog hat das, was sein Volk forderte, ohne Weigerung ganz und ohne Vorbehalt genehmigt. Er hat sogleich einen Abgeordneten an die andern deutschen Staaten abgeschickt, welcher dort Gleiches angebahnt und die Einleitung getroffen hat zur Herstellung einer wahrhaften deutschen Einheit durch Einsetzung des deutschen Volks-Reichstags (Parlament). Er hat sich als Vollzieher des Volkswillens hingestellt, als einen Herzog im altdeutschen Sinne des Worts, als den der vor dem Volke Herzog, sein getreuer Führer und sein Haupt war. Wir sind damit mit ihm in ein Vertragsverhältniß getreten, und dieser Vertrag soll uns heilig sein. Ein Mann ein Mann, ein Wort ein Wort. Man beschuldigt die Diplomaten der Perfidie und Treulosigkeit. Ein solcher Makel soll