Die Bäder müssen bequem für die Kranken zu erreichen sein, zum Heizen eingerichtet, mit Borkehrung für Lnfterneuerung und Abzug der Dämpfe.

Versorgung mit Wasser der ganzen Anstalt geschieht durch die städtische Wasserleitung oder aus gegrabenen Brunnen. Bei der Leitung in jede Etage, in die Bäder, muß eine solche Anlage getroffen werden, daß das Wasser in hinreichender Quantität zugeführt wird, bei warmer Temperatur möglichst frisch erhalten bleibt und bei kalter Jahreszeit in den Röhren nicht gefrieren kann, und muß die ganze Anlage so ausgesührt werden, daß dieselbe möglichst einfach und dauerhaft ist, für das Mauerwerk nicht nachtheilig werden kann und für etwa erforderlich werdende llntersuchungen und Herstellungen leicht zugänglich bleibt.

Beleuchtung geschieht durch von außen herzuleitendes Gas.

Heizung. Die Heizungseinrichtung muß jede Gefahr durch Feuer, Dämpfe oder Explosion ausschließen, möglichst einfach und dauerhaft sein:

») die Möglichkeit bieten, alle Räume des Hauses, Vorplätze rc. bei allen Kältegraden mit Leichtig­keit und Gleichmäßigkeit genügend zu erwärmen;

d) eine solche sein, daß der zur Heizung erforderliche tägliche Zeitaufwand und die Heizungslosten möglichst gering sind und alle bei der Heizung zu beobachtenden Vorsichtsmaßregeln möglichst einfach und leicht zu überwachen sind, auch

c) bereits in andern Hospitälern oder ähnlichen Anstalten als diesen Erfordernissen entsprechend sich bewährt haben.

Lufterneuerung der Krankensäle ist eine so wesentliche Nothwendigkeit, daß sie der ganz beson­deren Erwägung unterbreitet werden muß; das Einblasen reiner Luft dürfte Wohl theoretisch entschieden als die erste und nächste Aufgabe zu einer guten Ventilation zu betrachten sein. Hierzu ist eine Dampfmaschine erforderlich.

Bei der Stellung einer Dampfmaschine ist zu berücksichtigen, daß die Kranken nicht durch ihr Geräusch oder Erschütterung gestört werden; ebenso müssen alle Canäle zur Ventilation, Warmwasser- Leitung für Bäder, Dampfheizung zum Kochen, sowie für Sprachrohren-, r68p. Saal-Telegraphen - Leitung, gleich bei der Anlage berücksichtigt werden, und später keine Extrakosten verursachen; schließ­lich sind alle Ersparnisse in Anwendung zu bringen, zu der die Dampfmaschine geeignet ist, d. h. Kochen, Wasserpumpen, Holzsägen, Waschen rc. rc.