Mann eine Beschreibung von'"Aen Uebeln, wofür dieses Wasser mwergleich- sich gut ist, sollte gemacht werder, so könnte man eS schier allen Krank.- uns Schwachheiten, denen der menschlich Körper unterworfen ist, zueignen, ja mau könnte es wohl Zine allgemeine Arzchy heißen. 7lllein es wird schon genug scyn, deren einige hier beyzubringen, worms man dann von denjenigen wird mtheilen können, so mit Stillschweigen sind ül^gangen werden.
Es ist ein sehr kräftiges Mitte gegen die fallende Krankheit, Schlag- und Gichtflüffe, Zittern, Steife des Halft-, welche dessen Bewegung verhindert, von kalten Feuchtigkeiten verursachte Flüsse und insgemein gegen alle Krankheiten, so von vielen Schleimigkeiten, insonderheit welche aus dem Gehirn herrühren, wogegen man es dreymal die Woche Tropfenweise, glcich wie oben beschrieben worden, entnimmt.
Es ist ein wunderbares Gegengift gegen allerhand Gift, und ein vorrrefliches Präservativ wider die böse Luft mti Pest, wenn man solches obbefchriebener Massen einnimmt. ^
Es heilet das Herzklopfen und rrquickt es, wenn man sich ausscrlich damit schmieret, auch kan man es innerlich gebrauchen.
Es lindert die Kopfschmerzen, nenn man es durch die Nasenlöcher einschnm Pftt, oder ein damit cmgefeuchteres Büchlein ans dem Gehirn applicirer.
Es eröfnet mit glücklichem Fortgang die Verstopfung der Leber, der Milz, Darnrgekröß und anderer Theile, und^cnefet die Krankheiten, fo daraus entstehen, nemlich die Gelbsucht, Catharren, Ohnmächten, stinkenden Athem und andere dergleichen, wann man selbiges nur/ wMobgemeldet, gebraucht. | y
Es -vettrcibet die Colik und stillet^oas Magenwehe, wenn man sich emeSruste gerösteten Brods, so in dieses Wasser, eingetunkr worden, aufleget; auch kan mau es innerlich, wie oben brauchen.
Es zertheilet das Seitenstechen And Brusikrankheiten, so von aussteigenderr Winden und kalten Flüssen herrühre« , wenn man den schmerzhaften Ort damit schmieret und ein warmes leinenes Tuch darauf leget.
Es löset die Geschwülste auf, welche vom Fallen, Stessen oder Schlagen verursacht worden, wobey das geronnene Blut zertheilet und durch seine Kraft die Verfaulung verhindert wird. ^
Es heiler den Brand, wenn mau gleich ein leinenes Tuch darein getunkt, »ufleger.
Es ist vortrefiich wider die Zahnschmerzen, wenn man damit behaftet ist, mau mischet ein s'öffel voll dieses Wassers mit zwei) Löffel voll Brunnenwasser, nimmt solches zusammen in Len Mund, und haltet eö darin an den schmerzhaften Ort, so lang als möglich ist; man legtauch äusserlich auf den Backen ein lernen Tuch darein ge- rui.kt. Cs hilft auf obige Manier asch dem Scharbock und aller Mundfaule.
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