dem Beding / daß die Herren Liebhaber innerhalb f Monathen i. si. Franc6 einfenden / die übrige r. si. aberbey Ausliefferungdes Wercks/ zahlen selten ; und man versprach/ernstlichdaran zu seyn / daß/ wo es anderst möglich wäre / das Merck biß aufdie jetzo versiossene Franckfurter Oster-, Meß zu verfertigen.

Alleine / als man würcklich im Begriffwar / das Merck zur Hand zu nehmen / und es in etwas genauer ansahe/ als zuvor geschehen war /so erkannte man /daß / wann man es auf solche Meise heraus gäbe/wie es der Amor eigentlich im Manufcript hinterlaffen/ es denen Deutschen Lesern/ welche der Hebräischen und Griechischen Sprache nicht kundig sind / kein völliges Vergnügen ge­ben könte; sintemahlen nicht nur die Figuren durchgehende sondern auch der Text hin und wieder mit vielen Hebräischen und Griechischen Wörtern ausgespickt ist; und weil über dieses t>er Autor eine gar sehr undeutliche Handgeschrieben / so beschloß man/ das gantze Merck/ so wohl das Buch als die Figuren / durch einen gelehrten und geschickten Schreiber abcopsien/ und alle Hebräische und Griechische Wörter verteutschen zu lassen / damit es also allen Lesern deutlich und verständlich seyn möchte. Und weilen sich über dieses noch viele andere Verhindernüssen ereigneten / welche man aus dem Wege räumen muste/so konte man ohnmöglich so bald damit zu Stand kommen/ als manMhl gerne gewünschet; wie dann auch die Zeit / welche man zur pr-emimermion angesetzt hatte / fast vorbey gieng / ehe man denen Herren Liebhabern in frembden Landen die Nachricht da­von kund machte oder zu Gesicht brachte.

Man hat es dann vor rathsam und nöthig erachtet zu seyn/ denen Herren Liebhabern dieses Wercks sowohl / welche schon ihr Geld darauffeingesandt haben / als auch denen / welche noch wei­ter Lust dazu haben /hiermit kund zu thun/ daß es nicht nur bey alle dem was man in dem vorigen Avenillemenr von diesem kostbahren Merck bezeiget und versprochen/ und Hieroben wiederholet/ (eüi festes Verbleiben hat/ sondern daß man es auch noch auf die allhie gedachte Weise mit Übersetzung der frembden Wörter ins Teutschr zu verbessern / und jederman nützlich zu machen su­chet ; auch hat Man es würcklich unter der Arbeit / und wendet allen Fleiß an / daß es sauber / cor- re<3 und bald fertig werden möchte; weil es aber doch sehr viele Mühe und Arbeit/ und also eine längere Zeit erfordert/als man sich zu erst eingebildet / (zumahlen wegen der Zeichnung / Ste- chung und Druckung der vielen Kupffern/) so hat man denen / welche etwa noch Lust haben dar­auff zu piasnumeriren / hiermit noch ;. Monath Zeit / von unten gesetztem clrno an zu rechnen/ geben wollen; welche also Lust haben/die belieben in der gedachten Zeit auf ein Exemplar 2 . si.' nach Franckfurt an den Herrn Jacob Michael Gentzel / oder Herrn Justus Heinrich Wigand / Buch­binder in der grossen Sand -Gaß / oder auch nach Homburg an den-Herrn Christoph Schütz/ als Hochfürstl. Cammer-Schreiber / gegen Empfang einer Quittung / einzusenden / da sie Dann bey Ausliefferung des Mercksnoch L.ß. nachzahlen.

Die Zeit darin es fertig und ausgelieffert wird/ kan man so eigentlich nicht wissen / weil man die­jenigen/ welche daran arbeiten/nicht übertreiben darff/ und der Sache ihren ordentlichen Gang lassen muß; man wird aber doch keine Stunde länger säumen/als es die höchste Noch / und die zu einer gewiß erfolgenden accurnten Coirethu-, erforderliche Zeit erheischet. UnD sobalden es nun fertig ist/ soll es durch die Zeitung denen Herren imereLlenten bekandt gemacht werden. Morauff sich zu verlassen.

Homburg vor der Höhe / gedruckt in der Hochfurstlich -- Hessen -- Hombur-- Zischen Hof-- und Lantzley^Buchdruckerey. Den 24. j»m. 17 u*