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18. die letztere mit gerichtlicher Medicin,
19. Gerichtliche Medicin, Hygiene und Medicinalpolizei mit Chemie und Mikroskopie der Nahrungs- und Genussmittel.
Diese Verhandlungen und Discussionen standen grossentheils unter dem Zeichen der Energetik und der Serumtherapie, von welchen die letztere durch den Vortrag von Prof. Dr. Behring eingeleitet, die erstere durch denjenigen von Prof. Dr. Ostwald abgeschlossen wurde.
Mit besonderer Genugthuung ist hervorzuheben, dass auch diesmal wieder zwei grosse und hochangesehene wissenschaftliche Gesellschaften, nämlich
die deutsche Mathematiker-Vereinigung und die deutsche botanische Gesellschaft ihre Jahres- und Geschäftsversammlungen in Verbindung mit der Naturforscherversammlung abgehalten haben. —
Nicht unbedeutende Schwierigkeiten hat die Gewinnung eines Versammlungsortes für das nächste Jahr gemacht. Bei vorläufiger Umfrage hatten wir die Aussicht gewonnen, in Darmstadt — wo bisher noch keine einzige Naturforscherversammlung getagt hatte — aufgenommen zu werden. Weitere Verhandlungen ergaben indessen, dass zwar die Behörden nebst der städtischen Vertretung und den naturwissenschaftlichen Kreisen mit Freuden dazu bereit gewesen wären, dass dagegen die ärztlichen Kreise sich ablehnend verhielten und schliesslich ihre Mithülfe ausdrücklich versagten.
Dafür ist nun Frankfurt a/Main eingetreten. Wir verdanken dies zumeist dem dortigen Oberbürgermeister Herrn Dr. Adickes, welcher nach der definitiven Wahl des Ortes durch die Geschäftsversammlung der Gesellschaft am 18. September auch noch die Güte hatte, als Geschäftsführer die Herren Professoren Dr. med. Moritz Schmidt und Dr. phil. Walter König vorzuschlagen, was vom Vorstande mit Freuden angenommen wurde.
Kurz nach getroffener Entscheidung bot uns Mainz durch seinen Oberbürgermeister Herrn Dr. Gassner für 1896 in herzlichster Weise Gastfreundschaft an. Konnte die freundliche Einladung diesmal auch nicht mehr angenommen werden, so wird sich die Gesellschaft ihrer doch in Zukunft gern erinnern.
Der wissenschaftliche Ausschuss wählte am 15. September zu Vorsitzenden seiner beiden Hauptgruppen die Herren Wirkl. Geh. Admiralitätsrath Dr. NEUMAYER-Hamburg und Baron Andrian-Werburg- Wien für diejenige der Mathematik und Naturwissenschaften, sowie die Herren Geh. Medicinalratn Prof. Dr. W. His-Leipzig und Geh. Medicinal- rath Prof. Dr. H. QuiNCKE-Kiel für die medicinischen Fächer. Die Ergänzungswahlen für die 1895 austretenden Mitglieder wurden der Geschäftsordnung entsprechend durch die von den Abtheilungen am 17. September ernannten Wahlmänner am 18. vorgenommen.
Für den aus dem Vorstande mit Ende des Jahres ausscheidenden und als ständiges Mitglied in den wissenschaftlichen Ausschuss übertretenden ersten Vorsitzenden der Gesellschaft wurde der bisherige erste Stellvertreter, Herr Geheimrath Prof. Dr. v. ZiEMSSEN-München, gewählt. Der bisherige zweite stellvertretende Vorsitzende, Hofrath Prof. Dr. Victor Edler v. Lang- Wien, rückt damit zum ersten stellvertretenden Vorsitzenden vor und wurde als solcher durch den Geh. Medicinalrath Prof. Dr. Wal- DEYER-Berlin ersetzt. Die satzungsgemäss eintretenden übrigen Lücken