Fortgeseztes Verzeichnis
der dem Bürgerlichen Mmosen - Kasten
in dem ju Ende gegangenm Mgeflosscncn ausserordentlichen
Einer Löblichen Bürgerschaft
__ bey dem Anfang )eö i8oZte-» Jahrs ö ffentlich Vorgelege.
«Vergangenheit, Gegenwart unbZuknrst, — Kinder der Zeit, — o seyd ihr der Soräei, s OÄ Kummers wohl werrh, welche der.Mmi'gettMeuschYttr ft» oft ihr bereiter' — Mas ders denn Schattenbilder? — Und dochhs»bhr als solche so viele Herrschaft über das arme W* 11 * «eschlecht! Selbst du Gegenwart - o wiurz ist nicht deine Dauer! ^£ er gÄJ stebung ist schon der Augenblick, in welchMu zur Vergangenheit hm^smkest Jm ilL Lukunft welchen mußt, welcher in ebendemen Augenblick mir dir zur Vergatttz—hxjr verschwindet Vielerausendmahl kürzer noch ist deine DaualH die Dauer einer Rose, die an einem s«hL^» ^ommer- morgen sich enthüllet und schon am Abend! Blatter der Erde wiedergibt! — Und doch mögen Men-, scheu um deinetwillen es vergeßen, daß auce als Kinder der Zeit der Vergänglichkeit zuerlen! — Doch mögen Menschen es vergessen, daß nur jets der Standpunkt einer fortdauernden Gegenwart seye, wo wir entfeßelt von denen Banden der Zehkeit nur der Fortdauer eines unsterblichen Geiß-Z uns erfreuen werden! — Muthig laßt uns daherl Wanderstab ergreifen! — Furchtlos und voll Vnrrauens auf die Liebe des guten Menschenvaters t uns den dornigten Bergweg des Lebens besteigen, hinter deßen Gipfel das Ziel unserer Wallfart unNserer Bestimmung ist! — Laßet Euern Mulh nie jtntm, wenn auch tausendfache Schröclbilder Eu Augen sich darstellen sollten! — Oft und gewöhnlich sind es nur Geschöpfe Eurer ^inbildmgskraftznd selbst, falls sie würklich wären, so ist doch ihre Würk- kichkeit von zu kurzer Dauer, als daß sie verdienen könnte, um ihrentwillen des würklichen Genusses eines schönen Genusses auch nm einen Amblick zu vergessen. — Seyd Ihr stark und zur Reise wohl versehen, o so versaget dem armer und schuhen Bruder, der mit Euch emem und ebendemselben Ziel zueilet Euery Arm und Eure Untekküzung r-t! — Was können ohnehin Schaze uns nüzen, die am Ziel unserer Reise wir ablegen mäßen und die n in soferne einigen Werth für uns haben können, als wir solcher zur Bequemlichkeit unsere! ohnehin »kurzen Lebensreise und zur Unterstüzung nothleidender Brüder bedörfen. — Arm, gleich umrn Brüdss, mäßen ja wir alle durch das stille finstre Thal zur Ruhe entgehen; — Nur Bewustseyn erfillter Pstcten werden die einzigen Begleiter seyn, die auch jenseits uns nicht verlaßen. — Wem sollte eüalso nichwünschenswerth seyn, einst viele solche Begleiter in seinem Gefolge zu zahlen! — Wen solltchas Sch.tenbild der so kurzen zeitlichen Gegenwart noch fernerhin zu tauschen fähig seyn! — Wen sollt die Uetrzeugung, daß wir alle nur eines Vaters K-nder sind, n-cht aufmuntem, als Brüder unserem gueinschtsrlichen Vaterlande zuzueilen? — Wer sollte die Unbequemlichkeiten dieser Reise nicht standhai erbu/ie*», da sie von so kurzer Dauer sind! — Wer sollte endl ch nicht mit Freuden seinen Ueberfluß m* Unterstüzung nothleidender Brüder zu verwenden und dadurch ein Bewustseyn sich zu erkaufen suchen welches dauerhafter'ist, als ein Denkmahl durch Künstlers Hand in Erz und Marmor gegraben! — shr aber, gefühlvolle Menschenfreunde, die Ihr auch in dem jüngst» abgewichenen Jahr durch grosmüthe Untersthuug Eurer armen Mitbrüder ein fortdauerndes Denkmahl erhabener Menschenliebe Ench erwogen hat, lehmet hin unfern herzlichsten Dank für diese Opfer Eurer Liebe und vergeßet auch für die Zuknft Eure norhleidenden Brüder nicht! — Und wenn einst an Eurer Wallfarth Ziel alle Schattenbilder>er Ititlhkeir verschwinden und Wahrheit an die Stelle der Täuschungen treten, o so stehe Bewusthn erfüllt: Pflichten und edler Menschenhandlungen Euch zur Seit und gewahre Euch die beruhigendeleberzengng den Zweck Eures Daseyns erfüllet und ein Denkmahl Euch gestiftet zu haben, das auch enn noch estehen wird, wenn langst Eure sterbliche Hülle zerftllen »ft uud Staub und Moder Eure Asch decken mden.
Kasten-Amt.
Verzeichnis derjenigen besondernVerehrrgen und Legaten, welche Einem Löbl. Alimosey- Kasten allhier zu Frankstct am Dyn, in dem zurückgelegten i8o2tm Jahre
zugesldet worden.
1801.
Decemb.
Herr Dittmer, eimVerehng
Herr Wagner, Sattlermeist und Herr Bauer, Lehnkutscher, wegen Er- und Verkauf eines Hsses . . • ♦
3 Herr Hesmer und Frau Aermann, wegen Vermiethung und Mie- thung einer Wohnung ......
4 Ein Unbenannter verehrte . . . . . »
Ein Unbenannter verehrte . .
Herr I. G. Jgler, Schneidareister und Herr Bracht, Schumacher- Meister, wegen Vermiethuussmd Miethung einer Wohnung —^Herr I. G. Jgler und IungferDamm, desgleichen
10 Ein Unbenannter verehrte ....
11 Jungfer Jlgner und»Herr Guck, Schreinermeister, wegen Wohnungs,'
vermierhung - « . . . ^ .
Philipp Friehr. ven Lersner, Konigl. Dänischen Kammerherrn , Herren Erben, ein Legat . r 5 Weil. Jungfer Maria Gertruds Busch, ein Legat . . .
Herr Johannes Diel und Herr I. M. Guttenberger, wegen Vermiethung zweyer Wohnungen in Lit. A. Nro. XX. .
Herr Köhler, Schreinermeistec und Herr Pack, Seilermeister, wegen Wohnungövermiethung . . . e .
Herren Erben, weil. Herrn Dietrich Wolfgang Mühl übersandten 2i Herr Georg Peter Gengnagel und Herr Ioh. David Klauer, wegen Ec f und Verkauf eines Hauses - . ♦
fl.
300
5 .,
s
100
kr.
21
24
30
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36
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