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führlichen, von der Kommission erstatteten Bericht findet sich im Jahresbericht l839/4o. Auch in späteren Jahresberichten hat Lorey über diese Aufgabe berichtet! Jahresbericht 1846/47, 1847/48, 1848/49, 1850 / 51 , 1851 / 52 , I 852 / 53 , 1854 / 53 , 1855/! 1857/58, 1859 / 60 , 1860 / 61 , 1864/65* Die Beobacht ngsstation wurde auf dem Turm der Paulskirche eingerichtet* Als erste Geräte für diese Station wurden angeschafft ein gutes Chronometer, einen Theodoliten und eine Signalglocke von hellem, scharfen! Klang, deren Schall auf allen Türmen der Stadt deutlich vernommen werden konnte#
"Die angeordnete Einrichtung ist nun folgende. Täglich 2 Minuten vor dem Eintritt des mittleren Mittags werden durch die bestellten Wärter 3o — 4o sehr kurz aufein— ander folgende Schläge mit der Signalglocke gegeben, um den Stadtuhrmacher und sei-] ne Gehilfen, die sich zu dieser Zeit auf den verschiedenen Türmen befinden, auf das Kerannahen des mittleren Mittag aufmerksam zu machen. 22 Sekunden vor 12 Uhr wird dann auf dem Paulskirchenturme angefangen zu schlagen, und zwar so, dass alle zwei Sekunden ein Schlag erfolgt, und mit dem letzten zwölften Schlage der Eintritt des mittleren Mittags angezeigt wird. Mit dem letzten Schlage auf dem Paulskirchentur— me hat alsdann das Schlagen der Turmuhren zu beginnen". Vom 3*7.1845 bis 12.11.1846 wurden ausserdem 5o Messungen der Zenitdistanzen einer Anzahl von Fixsternen zur Ermittlung der Äquatorhöhe von Frankfurt am Main durchgeführt. Im August wird dann von der gleichen Stelle aus die erste in Deutschland telegraphisch (mit dem galvanischen Telegraphen nach Samuel Thomas von Soemmering) durchgeführte Bestimmung der geographischen Länge von Frankfurt am Main durchgeführt (Ausführlich hierüber! Brendel, M*; G. Schlesicky: Entwicklung der astronomischen Zeitbestimmungen und des öffentlichen Zeitdienstes in Frankfurt am Main - Jahresbericht 1925/26; Lorey, W.B Die ehemalige Sternwarte des Physikalischen Vereins auf dem Turm der Paulskirche - Festschrift zur 125-Jahrfeier 1949). Bis in seine letzten Lebensjahre hat Joh. Balthasar Lorey ( + 1869) knkdie Sternwarte geleitet und den Uhrendienst kontrolliert. Ein weiterer Aufgabenkreis betrtf (und betrifft: nLt wird heute vom Institut für Meteorkogie und Geophysik der Universität betreut) die Ermittlung und wissenschaftliche Bearbeitung der Witterungsverhältnisse von Frankfurt am Main. Bereits in der letzten Hälfte des 18. Jahrhunderts hatte Peter Meermann thermometrische Messungen regelmässig durchgeführt, um zu einer**m!^leren Tageswärme zwischen 1758 und 1777 zu gelangen. C.B. Greiß (1845 nach Wiesbaden übergesiedelt und dort verstorben), Mitglied des Physikalischen Vereins, führte dann dessen Beobachtungen fort, ergänzte te sie durch die Messung der Regenhöhen ab 1839 und der Windrichtungen ab 1843* Diese Ergebnisse wurden dann laufend in Tabellen- und Kurvenform in den Jahresberichten veröffentlicht, und zwar als Anhang. 1852 erfolgt die Ergänzung durch eine Jahrekurve für die Mainhöhe. Von diesem Zeitpunkt an beginnt eine zweite Umgestaltung in den meteorologischen Aufzeichnungen; Der Vorstand des Preussischen ZzkiSta- tistischen Bureaus richtete nämlich am 18. Oktober 1852 folgendes Schreiben an den
} Julius Ziegler berichtet hierüber in den Jahresberichten 1883/84 und 1897/98 unter dem Titel! Peter Meermanns Lufttemperatur* Beobachtungen, 1.11.; und in Jahresbericht 1884/85 veröffentlicht er eine Abhandlung unte dem Titel: Niederschlag*;] beobachtungen in der Umgebung von Frankfurt am Main nebst einer Regenkarte der Main, und Mittelrhein-Gegend.