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dann noch die B .nut^nngsmodaHtäten der jrr.*eineamen Bibliothek. Dieh-e Vereinbarung mit der htiftungsadministration erfuhr^e^ne Abänderung dergestalt, dass nunmehr die Stiftungsadministration ausschliesslich für die Verwaltung der Bibliothek zuständig wurde; sie ernannte und besoldete von da ab zwei Bibliothekeure, welche gegen eine von dem Physikalischen Verein zu beziehende Vergütung du an Bücher and Zeitschriften mit zu verwalten und für die Benutzung durch die Vereinsmitglieder bereit su stellen hatten. Doch behielt sich letzterer die jährlich- Kontrolle seines Eigentums vor. In den späteren Jahren sind es vor allem die laufenden Zeitschiftenjahrgänge, die für die Bibliothek beschafft werden.
Bin zweiter Teil dos Jahresberichts iat in der Pegel der wissenschaftlichen Tätigkeit des Vereins, seiner Lehrtätigkeit und den Arbeiten seiner Institute gewidmet.
Wie bereits erwähnt, hatte der Vorstand des Vereins für eine jährlich gewährte städtische Subvention Gutachten und Berichte zu liefern; in speziellen Fällen Übertrag der Vorstand diese Aufgabe einer neugebildeten Kommission. Diese Gutachten und Berichte betrafen u.a. die Gasbeleuchtung^er Stadt, Patentgesuche, Trinkwasserunter— Buchungen u.a.; sie werden jeweils in den einzelnen Jahresberichten genannt. Als Bei apiel möge hier die Aufstellung aus dem Jahrebericht 18^5/46 stohon:
1. Über die Gasfabrik vor dem Obermaintor und das von derselben geliefert §*EV Gas.
2. Über einen Ventilator in einer Eisengiesserei.
3* Über die Einrichtung eines Geschäfts in chemischen Produkten.
4. über ein Patentgesuch in Betreff des Daniel'sehen Heizapparates.
5. Über die Einrichtung einer galvanoplastischen Fabrik zu Oberrad.
6. über ein in Betreff einer eigentümlichen Art der Fabrikation von Mi-
neraltcrr, Mineralkitt, AsphaÜtfirniss und Russ nachge^ucktes Patent .
7* Über**oie Anfertigung feuerfester Sehränke betreffendes Patentgesuch.
8. Über die Einrichtung einer Fabrik von Limonade razeuse zu Oberrad.
9. Über die Errichtung einer Lampenrussfabrik.
Man erkennt hieraus die Breite des Spektrums der gestellten Aufgaben; Aufgaben, die auch in der Gegenwart noch in ähnlicher Form zur Losung gestellt werden; so bsplsw. Fragen aes Umweltschutzest 1843/44 wurde bsplsw. die Aufgabe gestellt: Über Mittel zur Beseitigung der Belästigung der Nachbarschaft eines Seifensieders durch dessen Geschäftsbetrieb, oder 1848/49: über die in einer Kasenhaar-Zubereitungsanstalt sich entwickelnden 3c.iäctlichen Dünste. Bis l8?o werden vom Verein mehr als 2oo solcher Gutachten und Berichte erstellt; auch in der Folgezeit wird diese Gutachte tätirkeit häufig seitens der Stadt in Anspruch genommen; doch wird diese nicht mehr im Einzelnen in den Jahresberichten e fasst.
Eine weitere umfassende Aufgabe wurde dem Verein ebenfalls von seiten der Stadtverwaltung übertragen; sie betraf die Regulierung der Turmuhren nach Frankfurter mittlerer Zeit! sie lautete: eine Veranstaltung zu± treffen, durch welche die hiesigen Turmuhren täglich nach mittlerer Zeit reguliert werden kennten. Ar 22. November 1839 reichte der Verein einen ausführlichen Bericht ein, d^r "nach vielen mühevollen Arbeiten" eines aus Mitgliedern des Vereins gebildeten Ausschusses ^u. Stande gekommen wart Vorsitzender dieses Ausschusses war Dr. med. Johann Balthasar- Lorey. Da es sich um eine fortwährend vom Verein zu leitende und Überwachende Aufgabe handelte, wurde der Ausschuss in eine neue, stehende Kommission umgewandelt. Ein Auszug aus dem aus-