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Da am 14. d. M. die uns angemeldeten Truppen unseren Verpflegplatz passirt hatten, anßerdenr von Seiten der Negierung eine etappenmäßige Einrichtung für warme Verpflegung eingerichtet wurde und eine größere Pause in den Militairzügen eingetreten war, glaubten wir unsere Thätigkeit einftellen zu müssen. In Folge dieses Be­schlusses halten wir uns verpflichtet. Allen denjenigen, die uns in so großartiger Weise unterstützt haben, über unsere Wirksamkeit Bericht zu erstatten und Rechnung abzulegen.

Die Zahl der von uns Verpflegten beträgt 4,026 Officiere und im Ofsiciers-Range stehende Beamte, 121,593 Soldaten; außerdem wurden circa 5,000 Mann in eingelegten, vorher nicht angemeldeten Zügen und die ersten sechs Züge mit Verwundeten verpflegt, endlich über 28,000 Pferde aus dem Platze getränkt. Verabreicht wurde:

an Bier . . . .'.

Wein.

Cognac und Liqueure re. . . .

Kaffee .

Selterswasser.

Himbeersaft.

Wurst.

Brod.

Cigarren .

Tabak.

463 3 /g Ohm,

2,051 Flaschen und 1 Faß,

69 Krüge,

6,915 Maas,

1,300 Flaschen,

103 kl. und 1 gr. Flasche, 14,788 Pfund,

14,276 Laibe = 44,647 Pfund, 74,375 Stück, ca. 500 Packele.

Diese Zahlen beweisen mehr, als es der ausführlichste Bericht zu thun vermöchte, wie segensreich wir gewirkt; sie umfassen eine Thätigkeit, die Niemand geahnt und die unsere Erwartungen weitaus übertroffen hat.

Und doch war es nicht blos der Labetrunk und der bescheidene Imbiß, die wir gereicht, welche uns die Anerkennung der Truppen in so reichem Maße zu Theil werden ließ; es war, was weit höher anzuschlagen, das Gefühl der Zusammengehörigkeit, die Ueberzeugung, bei dem emsten Kampfe, dem sie entgegengingen, das ganze Volk hinter sich zu haben und die aufrichtige Theilnahme, die wir ihnen entgegenbrachten, welche den Commandeuren warme Worte der Anerkennung in den Mund legten und die Krieger oft zu begeisterten Ovationen hinriß.

Daß der Eindruck, den die Truppen an unserer Verpflegstelle empfangen, kein vorübergehender war, beweisen die uns selbst vom Kriegsschauplätze zugegangenen Schreiben vieler Officiere und Mannschaften, in welchen uns die Versicherung ertheilt wird, daß man in guten und bösen Tagen die herzliche Aufnahme, die man in Frankfurt gefunden, nicht vergessen werde.

Wir glauben daher, unsere Aufgabe mit Erfolg gelöst zu haben und blicken auf dieselbe mit um so größerer Befriedigung, mit um so lebhafterem Danke zurück, als uns die reichen Unterstützungen aus der hiesigen Einwohnerschaft in den Stand gesetzt haben, für die uns mit anerkennenswerther Bereitwilligkeit in Aussicht gestellten öffentlichen Gelder danken und sogar von unserem Ueberschusse andere in gleichem Sinne wirkende Vereine und Anstalten unterstützen zu können.

IranKfnrt a. W., im August 1870.

Das Comite.