München, 25. Mai. Wie ernstlich von unserer Stadtcom- mandantfchaft das unlängst erlassene ministerielle Refcript bezüglich humaner Behandlung der Mannschaft verstanden wird, beweist die Bestrafung eines Sergeanten, welcher sich so weit verging, einem gemeinen Soldaten ins Gesicht zu schlagen. Der Sergeant wurde zu vierzehntägigem Gefängniß und Degra- dirung zum Gemeinen auf unbestimmte Zeit verurtheilt. (A. Z.)
München, 26. Mai. Die Militär-Conferenz in Würzburg soll, außer der Feststellung von Transport und Verpflegungs-Reglements, sich auch mit der Formation des Hauptquartiers und des Generalstabs des Höchstcommandirenden der zu vereinigenden Truppen der betreffenden Staaten beschäftigen und dieselbe vollständig feststellen. Wenn auch die Wahl des Hßchst- cvmmLndirenden erst später, d. h. im Fall der wirklichen Concentra tion der Truppen, erfol gen soll, so wird Dieß ürit
mont wird am 1. Juni im BadeBichy erwartet. — Die Nachricht, daß Graf Ca vour nächstens eine Rerse nach Paris macherr werde, wird von outunterrichtcter Seite als unrichtig bezeichnet. — Die „Presse" meldet, daß in den schwedischen Arsenalen mit großer Tätigkeit gearbeitet wird, und daß, in Voraussicht eines Conflictes zwischen Dänemark und Deutschland, ein schwedisches Geschwader, unter den Befehlen des Prinzen Oscar, Bruders des Königs, sich in das baltische Meer begeben soll. — Die „Presse" bringt heute einen Artikel über daS jüngst von den „Daily News" veröffentlichte Schreiben au§ Frankfurt, welches von nichts Geringerem berichten zu können glaubt, als von einem Projekte für Wiederherstellung des Rheinbundes mit Hülse Frankreichs, dem man zum Danke das linke Rheinufer überlaffen würde. Die „Preffe" schließt ihren Artikel mit folgen- ..... mi - f iat> weder in die Geheimniffe der deut-