Mon Frere!

Das geehrte vom 3 ten hujus habe heute erhalten; mein letztes aber war vom 6 ten hujus mit Beyschluß der Waldinischen Diss'ert, d

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Habitu pA&6 fundation&s ad ulvitatem.

Dem Brief an Herrn Mader will nach Friedberg bestellen.

So kommt denn Grimmeisen wieder zurück. Brächte er einen guten Beutel mit Geld hierher, könnte er ihn brauchen. Seine Un­verschämtheit muß ihn schätzen. Der junge Luther ist ein undank­barer Flegelius. Man muß s$hh eben vor dergleichen Verwandten in Acht nehmen.

Der Herr B.v. Kurtz reussirt eben noch nicht völlig mit seine Gesuch, und ich hoffe auch, er soll allein Erlaubnis auf die Messen bekommen.

Das Aliment bey Fräul.v.Cronstetten Stiftungshaus ist von den Bürgerlichen Collegiis allschon in Anspruch genommen. Nun will ich sehen was ich pt. meines Zwingers aus meiner letzt übergebenen Schrift vor ein Decret erhalten werde.

Ich bedauere herzlich, daß Mon Frere so sehr mit Geschäften überhäuft ist, und daß mit meiner Praefation zu der Fundation noch dazu beschwerl. seyn^t muß. Doch hoffe ich, wenn dieses vor­über ist, so bald nicht wieder Mühe machen zu dürfen. Übelgesi&te sagen, weil wir bisher etwas lang wegen Mon Frere unglücklichen Armbruch verzeihen müssen, es werde aus dem Hospital nichts; wel­ches die andere milde Stifftungen freylich, als ihnen ohnfehlbar dereinsten nachtheilig, nicht gerne sehen. Gott wird aber dieser sehr nothwendigen und nützlichen Sache dennoch gewiß fprthelfen.

Ich wünsche daß die Nesselsucht bey der Frau Schwester bald wieder ohne böse^ Consequenz vorüber seyn möge, und bin unter allerseit. gehors. Empfehl. allzeit

T.

Ff den 9 ten Decembr 1766