Mon Frere! ^
Das geehrte vom 15 ten hujus ^abe gestern empfangen, und mein letztesxwar vom 18 ten.
Vor das Darmstädtische Rescript meine Schuldforderung und ihr Zah lung betref. danke zum schönsten, und hebe dieses nebst vorigen auf zum Gebrauch zu seiner Zeit, Es sind noch fl 1000. über diese 10000 fl a part, welche mir Darmstadt schuldig ist, so seiner Zeit mit in Andehhen bringen werde.
Die Actionem Fiscali gegen Frankfurt pto Bornheim, Hausen und Oberrad, hat ihre Richtigkeit, und ich habe^Extractum Reichshofraths Protocolli pro Rescripto Caesaro gelesen.
Am 19 ten hujus erhielte von Herrn Schwerter aus Anspach die Hist.lit.de France, vor deren Besorgung übermäßig 3SX E)ankgn zu sagen habe. Herr Schwerter hat sie mir franco geschickt, auch eine höltzernen Verschlag machen lassen, besserer Verwahrung halben.
Mon Frere steht ohne Zweifel mit ihm in Correspondenz, deshalben bitte ihm den Empfang zu notificiren, auch gärne Auslage zu boni- ficiren, die ich an den Bruder sestituire, sobald den Ertrag erfahre. Ich dachte die Hist+lit. de France sey gebunden und nickt rohB^; es hat aber nichts zu sagen. Ich lese in den Zeitungen, daß die Wittwe du Chesne zu Paris mit dem Anfang des Jahres 1767. eine neue Edition de la France literaire liefern wolle, und hoffe doch, es werde nicht dieses unser Buch seyn.
Gestern hat der Schöffen Rath in der Zwinger-Sache ein Decret ergehen lassen, so ich aber noch nicht erhalten-habe. Man trauet, wie ich höre, unserem Bruder nicht, und will wissen, wozu der Zwinger gebraucht soll werden, sonst aber sey man vor mich wohl gesinnet, und. Advocatus Fisci, D.Textor solle gar aufhören zu agiren. Ich communicirtdas Decret, sobald ey bekomme. Man sagt mir, ich solle den Genuß vom Zwinger, wie alle vorherige Possesso- res de# Hauses vor die Stifftung behalten, nur melden, daß er zum Holtzplatz etc vor das Haus und Hospital, dienen solle, item daß die Stadt in casu necessitatis sich dessen bedienen könne, welche dann die Thore zu machen und zu erhalten hätte. Das Project schic ke Mon Frere zuvor zu.
Der Laquais, Henrich Gräf, muß ein böser Vogel seyn. Sein Gesicht ist tückisch, und das hat mir nie gefallen. Ich wünsche daß der Schade nicht allzu hoch sich belaufen möge der durch ihn verursachet worden.
Hiebey ein Schreiben, wie vermuthe, von Frau Weinreichin von Gelnhausen.
Daß Mon Frere jetzt die Praefation zu dem Instituto vornehmen wolle, ist mir sehr lieb, bekomme ich die Marburgische Dissertation Herrn Prof. Waldins de Habitu piq& fundationis ad civita- tem; überschicke sie sogleich. Recueil des Fondations et Etablissement du Roi de Pologne, Duc de Lorraine etc ist ohne Zweifel in den Kayserl. oder auch anderen particulier-Bibliotheques zum