Mon Frere!
Das geehrte vom 24 ten Sept. habe nun zu beantworten, nach meinem letzten vom 27 ten. Es XKXXXXfreu&täK mich, daß Mon Frere nunmehro mit dem Bau fertig ist. Ich wünschte ich wäre auch so wei
Nun macht mir der Advocatus Fisci, Dr. Textor, Händel wegen des Zwingers. Unser Bruder findet den modum unschicklich, da bey mir die Sache anders aussieht als bey Herrn Fuchs, der den Zwinger als ein Eigenthnm ansahe, ich aber das Haus samt dem Zwinger dem Publico übergebe und nichts alia&irt wird. Hätte man ja
wollen den Zwinger als ein patrimonmum der Stadt ansprechen, hätte man amicaThiliter mit mir reden können, und nicht also gleich transmissionem Actorum decretiren.
Der Bruder wird auf Textoris Schrift antworten und zeigen, daß Fuchs, der als Kaufmann dem aerario mehr genützt als viele Junckemm, eben so gut als diese, welche vom Gallenthor bis an das Weiß Fraun Closter den gantzen Zwinger an sich gezogen und de facto besitzen, und daher von rechts wegen eben so müssen angesehen werden als ich, und das um so mehr, da ich den Zwinger nicht als ein Eigenthum besitze, sondern dar Stadt mit dem Haus lasse, und den Zwinger nur zum Holtzplatz vor das Bürger-Hospital brauchen will, wie das Armenhaus eben also mit dem daran liegenden Theil des Zwingers allschon viele Jahre her consenticate Senatu thut. Hat der Bruder gesagt was zu sagen ist, mag Senatus Vergleichs-Puncten machen und ohne proceß die Sache auf einen festen Fuß setzen. So machen es die Herren Frankfurter gegen die so ihnen gutes beweisen, wenn vor den Nebenbeutel nichts abfällt. Sollte man aber deswegen aufhören gutes zu thun? Mit Nichten. Gott wird schon weiter helfen.
Was macht denn jetzt Mr Grimmeisen, und ist er dorten mit changement der Religion empjoyirt, wie man hier sagt?
Einige Zeit her drückt mich wie vor einem Jahr die Menge der Geschäfften, und macht mich schwach an Leib und Gemüthe. Ich qmit- tirte die Welt gern, so es Gott gefiele. Kann es aber seyn, daß ich mit der Fundation zum Besten des Vatterlandes etwas seihst noch zuvor ausrichte, ist mein Wunsch, daß solches geshehen möge. Alles dieses aber stelle Gott anheim, der mache es wie es Ihm gefällt.
Dessen Obhüten empfehle Mon Frere und alle Hochwerthesten Angehörige, und bin allzeit
T.
Ff den 4 ten OCtobr.
1766