Mon Frere! f

Das geehrte vom 6.ten hujus habe erhalten, und mein letztes war vom 9 ten.

Herrn Raff habe s. Schreiben zugestellt, und da Mon Frere zu meiner Dankverpflichtung ihm die ordres zu geben beliebet, mir ein Exemplar Tomo II do Corp.Juris German. Mediä 4?e3i, auf Postpapier gedruckt zuzustellen, habe die Freyheit genommen, weil der 1 ste Tomus den ich von Herrn Schöffen von Ohlenschlager gekommen hatte, von Druckpapier war, diesen gegen ein Exemplar von Postpapier aus­zutauschen, damit beyde Tomi einerlei Papier haben. Es soll dieses Buch meine Biblioth. Medic. ad publica commoda mitzieren, da ich ohnehin die Reichsabschiede nach Mon Frere Edition auf Postpapier auch besitze, welche in des sei. Fresenii Bücher-Auction bekommen habe.

Den Indicem Tomi IL^d% Besold! Monam.Monast.wirtemb. erwarte zu seiner Zeit mit Mon Frere commodite. .

Man hat mir gesagt, die Domherrenstelle zu Lübeck werfe jährl. 1200 Rthaler ab; und das ist #ar des Herrn Renati Hochwürden und Gnaden schon etwas.

Was noch aus Grimmeisen werden werde, wird die Zeit lehren; Civica Collegia wollen ihm kein Salarium mehr gezahlt und einen neuen Syndicum gewählt haben, welches sich auch Senatus gefallen lassen und ihm geschrieben: Er solle kommen oder hiemit seinen Ab­schied haben. Vielleicht macht er auch in Wim Schulden, und kommt noch einmal in das Rumorhaus.

Ich lese haute in der hiesigen Kayserl. Post Zeitung daß der Fürst von Kaunitz-Riftberg seine Ämter niedergelegt, und Fürst von Stahremberg solche bekommen habe. Item wird in dem Kayserl. Decret Graf von Pergen erwehnt. Es ist doch dieser nichts als Österreichi­scher Staats Rath, soviel ich gehört habe, und wie viel wirft seine Charge äh?

in der

Sollte nicht Rin Praefation nu dem Instituto gut seyn zu ver­nehmen, daß die 12 Administratoren des Hospitals Kaufleute seyn können, nebst denen die Direction mithabenden Medicis? Rathsherren, Limburger und Frauensteiner sind zwar auch Bürger, aber von Senti- mens nicht diejenigen, die anderen niederen etwas gutes gönnen; beyde letzteren können bey dem casu der Dürfigkeit auch etwas per- cipiren, aber ich wollte sie nicht gerne zu Administratoren haben. Fag.<6%s pro s&pi^**%% . Bey der Syndicatswahl kommen in Vor­

schlag, Lauz, item Koch, Professor in Gießen, dan/i sonderlich Schöi von Ohlenschlager Praetirt; cives aber sagen er sey geldgierig und leicht zu Ungerechtigkeiten zu verleiten.

Von denen Reichs-Cantzley-Juribus bey einer Confirmatione Cae­sarea^ erwarte durch Mon Frere künftig die Nachricht. Daß daselbst nichts wohlfeiles ist, weiß ich wohl; es wird aber endlich noch wohl auszustehen seyn, und zu der Fundat&mn Sicherheit bin ich ob- ligirt alles zu thun, da mich so weit eingelassen habe.

Mr Luther ist nun hier, und ich freue mich Mon Frere halben