Mon Frere! /
Es^ war mein letztes vom 29 ten April.
Ich vernehme, Herr Rath Moritz habe gegen den Magistratische Erweiß etc wider das Cammer-Mandat vor die so genannte Oberländische Gemeinde und deren Reception, eine neue Deduction unter der Presse. Er beruft sich darinnen, wie ich höre, auf meine Stiff- iung und gedenkt derselben honorific6; ob aber ihm die mir angediehene Magistratische Concession und Consens ein Recht mache, dadurch der Magistrat genöthiget werde, zu thun was er verlanget, verstehe ich nicht.
Wie stehet es mit der rechten Hand, und ist die Besserung avencirt, wie ich hoffe?
Am verwichenen Sonntag ist M.H.Mettingh mit der sogenannten Fräul.v.Klettenberg proclamirt worden, wie gemeldet habe, und ihr Vatter soll ein v.Klettenberg seyn, der Hauptmann unter den Kayserl. B#v&rischen Regiment gewesen. Ich lasse, vweil andere es so machen, alles in suspe#$o, glaube aber, er mögte wohl gar aus der famille des Hauptmanns von Capernaum herstammen. Unter den Mettinghischen war meine sei. Frau allein klug: Man sagt: En cette famille l'esprit est tombe en ^&enauille. R ''
Ist wahr, was ich in einigen Zeitungen lese, daß Kayserl. Majestät denen Herren Reichshofräthen jährl. fl 1000. zugelegt habe, unter der Condition, daß das hohe Collegium seine Sessio- nes im 1. Stunde verlängere oder wöchetnl. eine Session mehr halte, um die alte Sachen nach und nach abzuthun? Item daß denen Herrn Reichhhofräthen der Zutritt in das Kayserl. Apartement wie denen Staatsräthen verwilligt worden? so gratulire dazu.
Ich bin unter allers&&tig. gehors. Empfehlung wie allzeit
T.
Ff. den 3. Maji 1766