Mon Frere!
Das geehrte vom 19 ten Febr habe gestern empfangen. Mein letztes war vom 22 ten.
Ich freue mich, daß Mon Frere meinen Hauskauf gut gefunden.
Nun will ich darauf denken, wie das übrige wohl einzurichten. Mon Frere Rath will mir dabey zu Nutze machen.
Die Bensanung des Hospitals von der Corona Civica kann unterbleiben, und allenfalls simpli#%fci^te: Bürger- und Beysassen Hospital; genug seyn. Im übrigen g^ube, daß der eben ein so meritir- ter Bürger sey, der seine Bürger von Krankheiten und Armuth, als der so selbige von anderen Beschwerlichkeiten befreyet.
Was die Praefation zu dem Institutum betrifft, so muß dieselbe zur Grundlegung von Mon Frere mir noch ausbitten. Unseren Bruder kann wegen seiner Papistischen Absichten hierbey nicht brauchen, sonst würde gewißlich nicht beschwerlich fallen, da mir die Menge der Geschafften, die Mon Frere drücket, bewußt ist. Einen klugen und redlichen Juristen hat der Medicus bey solchen Umständen nöthigv Ich hoffe mit Gottes Hülfe auch davor reellement dankbar seyn zu können.
In dem Schreiben an die Herren Gießener werde ich, wenn ich meiner Protestantischen Stifftung gedenke, setzen nach Maasgabe hiesiger St&dt-Gesetzen ; und damit glaube, daß d&B Sache solle gerathen seyn.
Unter allerseitigen gehors. Empfehl. bin allzeit
T.
Fg den l.Martii 1766