Mein letztes, wobey Dr.Pütts Trauer Predigt, war vom 10 ten hujus. - " -.-

Gestern aber erhielte Mon.Frere geehrtes vom 5 ten, mit großem Dank vor die meinethalben durch die 'Relation unseres Bruders bey Mön Frere und denen werthen,/ Angehörigen verursachte viele Mühe und Sorgfalt, welche ich' wünsche, jedoch außer meinem Handwerk,

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mit angenehmen Gefälligkeiten erwidern zu können.

Herr van Swielfen und von Haan haben recht gerathen, und sind "völlig meines sentiment. Ich werde puch bey meines Arbeit moderiren, soviel mir möglich ist. Es wissen aber diese Herren, als Professions Verwandte, selbst, daß, wenn ein Sturmwind mit vielen gefährlichen Casibus zugleich über unser einen kommt, (wie mir eben diesesmal widerfahren) er nicht Meister ist zu thun was er will, und wann er auch darüber aus der Welt ginge, er es hierinnen auf Gott müsset lassen ankpmmen, dem wir* alle stehen und fallen, der uns kommen und abtretten läßt nach seinem Wohlgefallen. Mir ist nämlich alles gleich und w^s Gott will ist wohlgethan, es gehe wie es wolle.

Sollte ich künftig die Medica zu arrangiren im Stand seyn, mögte sich alsdann vieles geben, und es mir an assistenten nicht mangeln.

Den Sections-Bericht von dem Leichnam des Höchst&el, Kaysers, item die Beantwortung der Fragen, meine medizinische Stifftung betrf erwarte/nach Mon Frere gütigem Versprechen. Ob es rathsam sey, sich mit unserm Bruder darüber einzulassen, bitte zu überlegen, nachdem wir soviele Unrichtigkeiten gesehen. Allerlei Gestalten annunehmen ist ihm gar keine Kunst, und dabey bleibt doch allzeit das Haupt- propos, welches nicht immer gut ist, in salvo.

Ich wünsche von Rertzen, daß der Kayserl. Rof im guten fest­stehen -und darinnen eine immerwährende Festigkeit zu Gottes Ehre und aller rechtschaffenen Leute Wohlgefallen erlangen, möge. Es scheint die alte deutsche Gestalt wolle bey Hof wieder erscheinen; und es ist allzeit gut, daß teutsch und teutsch beysammen ist. Nec bene conveniunt et in una sede Majestas et Mercatura.

Unter Anwünschung beständiger Gesundheit und Wohlergehens, empfehle mich an Mon Frere, und das gantze werthe Haus zu beständi­gem Wohlwollen, und bin allzeit pj.. Pcit, pohobY.