So besorget man auch bkllich grössere Unordnung mUbersatz / wenn einem jeglichen Medico zu eigenem Velieben überlassen werden solte / in hoch-oder geringen H eiß seine so insgeheim elLb>orirtt^lecjicLmencäzuverkaussen/ nachdem ihm jemand für käme/ p. iz. Rem. Schrifft/ vielmehr würde sich auch ein oder der andermit jenem Apothccker in Ant­werpen entschuldigen/ dereinRecepr eines -Orths-Thülcrs Werth / für einen gantzen Tha- ler raxirte/mdem er jährlich zoo. ft; Hauß-Zinß geben müsie/dm Tagabcr nur dieses ernige Receprzu machen bekommen/ jo dürssre mancher Medicuspro re nata, einen vor dem an, dkm hart halten / und sich zahlen lassen / nachdem der Tag glücklich oder unglücklich

gewesen, v. Behrens/.-/.§. rs.

Es wird auch niemand Hn.kic. ^ngken drein reden/wann er ausserhalb dieser Stadt und deren lerritsrio, als wie weit sich unsere Privilegs erstrecken/es sey nun zu Rom/ Wiß- baden/ Lauterbach oder Consiantinopel/ Medicamenta ausgeben will/ darbeymag er je- derzeithinter dem Berg halten/und überall wasgantzgrosses und geheimes zu habcn/vorgebe.

Daß aber viele/so gemeine als vornehme Leute nicht fernerhin von Herrn Lic. Jungken sich vergeblich wollen bereden lassen/ von einer gantz ungemeinen Würckung/'simer neu,an­gegebenen und eigenhandig-verfertigten Artzencyen /und deswegen von ihme ab/ und zu an- demHn.^lediciL, Mnn ihnen oder dm ihrigen eine Schwachheitzugestossen ist/gehen/ umb deren Rath sich zu bedienen/ welche denn ihre Hand durch ein geschriebenes Recepc, tanquam nota aliquacharadteriftica prud^ncia? Medicae von sich zugtben/ kein BkdmcklN tragen/also

in Auffrichtigkett jederman zeigen/wovorsie die Kranckheit/rmd den Zustand dksPütienrm halten/und in diagnofi anfthen/ wie Sie mgleichem nun denenselben ferner / durch klüglich 5ormirte Indicariones, undnach diesen eingmchrerenVerordnungen zu hklffen glaubten/ solches vermögen wir L'kpotheckcr keines weges/und mag hier gelten wasjenenMulico beym

Wigand. Diff. i. dePhiliatr. Germ.itin.pag. 172 .17 Z.geantwortetW0l dM- WohindkN

Hn. Uc. wir dieses mahl verweisen / will er dazu nehmen/ was l.d.j,. no. gedacht wird/ dörffte Er nicht übel/und uns eine p!ai 6 r thun.

Diese der Sachen wahre und gründlicheBeschaffenheir wolle E. Hoch-EdlerMa- g;ttrac,Hochgeneigt erwegen/und gegen Hn. bw. jungken stürmenden C inn / wodurch er lauter Verdruß uns und andern zu erwecken geftissn ist/ bey denen unfern Vorfah­ren schon langstertheilten Privilegien krafftiglich schützen/wie wir denn nach dem schw-.i m Eyd/diefer mehr-besagten Reformation lit.iii.§.z.alles ihres Jnhalts/wie auch dc'l Tar- Ownung/treulichferner nachzukommen/und deroselbenzuwider/ wissentlich und gefähr­licher Weiß/nichts vorzunehmcn/uns beständig bestreben werden.

Emgleicheszuthun/hatHerrkic.gungkenzwar Ansangs/nachdemttrecipirek wor- den/eMr'cdp.i^Rem.Schrifftgelobee/nunaberausdenAugmsrev ntlich/ wieesuns düncket/ gesetztt; imploriren dieHülffeE.Hdch-EdlenvndHdchgebrktendLNklagi- ttratS und gedeylichen Schutz:

Eu. Hoch-Adl. Gestr. Herrl. und Wohlw.

unterchamgtrm.gchorsame

Sämbtliche Apothecker allhier.