den kein Bedencken trägt/ denen Weibern zu -isbonren kühnkich anbeev trauet werden mögen/ ja gantz gemeine medicamenta, welche inalltkr Apotheckcn täglich zu haben/ wann sic dencnstlbcn neue Namen beygc- legt/ vor gar geheime und sonderliche Dinge ausigeben und verkauffen wollen: Aber! was hat die Spindel mit der chymia zu thun?

z. Weilen ein Medicus, wann er durch ein geschriebenes Reeept/öf- fentlichvor aller Augen darleget/ was eigentlich/ währender seiner Cur/ bey diesein oder jenem Patienten / vor Mittel gebraucht worden stynd/ nachgchends iinmerzu besprochen und belanget werden kan/ wann zu des Patienten gröstcn Nachtheil/vcrmcsseuer Weise/ von ihm etwas unter- nonnneu zu scyn/ einiger Argwohn entstanden ist. Hiervon zeuget der

Vortrefflich berühmte Politicus und Medicus, Hermannui Conringius /. i. de Herm.Med. C. 8. Per pharmacopolia illa publica caventur duo ingentia mala. Altcrum, ne quid Medicus reinere peccare aufit vel pofllt, ceu quem in jus vocare liceat, fi non ignoretur, quo ufus eft, remedium. Alterum , ut jufto pretio remedia veniant, qux alioquin ab avaris immodico folent aegro- tantibus vendi: Ca ne non aliam perinde ob caufam in pharmacopolia publica debacchari videntur Paracelfici, quam quod intelligant, prodi illis peccata lua ignorantiamque medicat artis , nee pro arbitratu fibi liccre homines argento emungere, ingenti pretio venditis rebus nihili aut vilibus, fub Ipecie & titulis piusquam aureis. Es U'ci'i'cn flirrt) öffentliche Apotheckcn zwey grosse Übel verhütet/das eine/daß nicht letchtlich ein Medicus frecher Weist Übels thun und schaben börffe/als welchen man rechtlichanklagen könte/ wann das Mittel/dessen er sich bedienet/nichtunbewustist: das ander/ daß alsdann alle Artzneyen umb einen billigen Preiß zu finden und zu haben sind/ welche/wo wohlbestellte Apotheckcn ermangeln / von geitzigen Leute» denen Bresthassten in Ubersatz psiegen vechandektzu werden:'gewißlich! uinb keiner andern Ursache willen scheinen die Paracelfici gegen die öffent­liche Apotheckcn so loß zu stürmen / als weil sie mercken/ durch sie würde ihre Unwissenheit in der Artzncy-Knnstunb andere Fehler offenbar / in­gleichem köntcn und dörfften sie nicht eignem Gutdüncken nach die Leute umbsGcld bringen/ da sie nichts-würdige oder zimlich geringe Dinge/ unter einem herrlichen Schein und grossen Titul außzugeben/ und in ho­he m Werth jederzeit zu verkauffen gewöhnet.

4. Weilen/ wann ein jeder eigncin Belieben nach in fcinein Hauß allerlcy medicamenta zu dilpenfitengesonnen/dieordentlich bestellte Apo­theckcn nothlvendig desto weniger vertreiben / etliche derer Patienten

aderleichtlich durch uii vertriebe,ic/untüchttgealteWahren/cabeimercium,

A; in