Zu dem Pradiämt ja unsere Herrn Apothecker öffentlich ftlbffen; und da sie sich beschwehren / meine Medicamemcn jenen Ursiich / daß sie in ihren Apotheckm so wenig zu thun bekänren; so beweise ich üu Gegm- theLL/ daß sie Urjach sind / daß ich und andere Medici wenig zu cire» haben/ weilen sie allen Menschen/ die nur Artzneycn verlangen/ solche ohne N-ecepren geben/ wider ihr Gewrsien. Daun wo tonnnt ein gemeiner Mann/ oder wer er es auch scye/ welcher nach {einer Ein­bildung I obetrmiDcreirPcrfuafion, von dcnr Apothecker ein omUiv, oder andere Purgarion verlanget / die er nicht gibt/ und zwar zu solcher Heute offlgröstem Schaden und Verderbclndasichwoy! an Marcus,wett er nach der rechten Ursach fragen würde / dergleichen zu rathen be- denckm solte. Jchverhoffe auch/man werde glauben/ daß ein MccU- «u§ besser zu judienon wisse / was vor Artzney Er haben/ und einem Ps- tienwn geben müsse/ als der Apothecker.

Ja nran bedencke solchergestaltm großgünst. ob pro Saiurc publica nicht weit verträglicher wäre /daß man den Mcdids, wie an andern Or­ten/ die zu des Ncchsten Wohlfarth gereichende Freyheit lieft/ daß sie solche Artzneyen/ woraufosstermahtcu desPasienren Gesundheit oder Ver­derben aNkoMMt / dergleichen abftNderlLch Vomitoria, Purgantia,mtf> andere adive ebvmifthe ^tedicarncnrcnjrnd/ dem Patienten ftidsttugebeu ließe/ wobey dem Nechsten desto sicherer gedienet/ und soviel verhütet - würde/ daß sie nicht durch der Herrn Apothecker und anderer Empvn- coxum unzeitiges / und gefährliches Pradidren, in Gefahr gesetzt/ oder wohl gar ins Gras beisen müssen.

' Zu dein ist ja sattsam bekant /was offterrnahlen vor schädliche Feh­ler/ zu der armen Patienten gröftenSchaden/ineinLgenApctheckeu Vor­gehen/ da der Herr wohl offt m so vielen Tagen sich feiner Aporhecken nicht annimmt v sondern alles auf die Gesellen last ankoiunren/ wobey es dann ohne schädliche Confufion offt nicht ablaufft/ wie bekant ist: Al­lein das wird fastgar nicht attentiret: Wann aber ein aufrichtiger Medi ^8 fernem Nechsten/ durch ein gutes sicheres ^cdicamentan Hand zu gehen sich unterstehet/ da ist der Apothecker Klagen kem Ende/ ob ge­schehe ihn grausamer Eintrag/ und ob sie noch so groß Recht hatten; da/ wann man das Fundament ansthenwolte / ße rarionc onginis, auch an die gerumste Artzney / mit Recht keine Pmenfion machm können, weilen solche in gencrc von den Medids erfunden wor­den / tMddiefttt das Recht ^ledicamenten zu elaboripktt/ und zu pra^- pwiren, vor den Apothekern gebühret. Zu gesthweigen des bereits

B demon-