MkOkMche Zeitung. Num - i7.
MrtRömrsch-KayserlMaseftät allergnädigstem PRIVILEG! O.
Hanau, den 29. Januarii i/ri.
kisabon, den ;o. Dec. 1750. Es ist so eben ein Declaration, welche dem Königlich-Preußischen ausseror» Ebiet zum Vorfchern gekommen, worinnen enthalten ist, bentlichen Envoye, Herrn von Wahrendorff, zugeseetiget daß Se.Majest., der König, das Anbitten, welches die Ei- worden, enthalt unter andern folgendes: genthümer derer Mnen in Ainerica gethan, um dem Kö- Ohngeachtct der Vorsorge, welche sich die Kayserin un- nigl. Schatz unter denen stipulirten Bedingungen 6400. abläßig gegeben, mit ihren Allnrtenin Friede und Freund- Ma»ck Gold zu sourniren, aeceptnten. schafft zu leben, und der besvndern Auffmercksamkeit, so
Elbingen, den zo. Dcc. 1750. Brieffen ausLit- Ihro Kaysert. Majest. jederzeit für den Preußischen Hoff thauen zufolge, hat der Fürst Hieronymus von Nadzivil, gehabt, hakte man serk einer gewissen Zeit den Dero Serts Groß «Fähnrich des besagten HertzogkhuMs, welcher sehr allda residlrenden Minister mit so viel Verachtung als reich, und ohne Kinder, auf seinen Gütbern seit kurtzcm ein Gleichgültigkeit angesehen. Dre Meynung des Rußi- Corps von z. biß 4000. Mann der ausserlesensten, wohl- schen Hoffs bey Sendung grosser Leute nach Preussen,mn montirten, wohl bewaffneten und wobt diseiplinirtenLeu- daselbst unter den König!. Trouppen zu dienen, wäre nieten ausgelichtet, auch ein Zeughauß angeleget, worinnen mahls gewesen, Sklaven daraus zu machen, eben so wenig sich schon über 60 , schwere Kanonen, nebst einer Menge als ihnen auffimmerdar die Freybettzu benehmen, nach von Pulver und Kugeln befinde. Ferner habe er eine Com- ihrem Vatterland zurück kehren zu dörffen, und zu solchem pagnie von roo. Musquetaires beyfammen, die auff das Ende ihren Ablchwd zu fordern. Man hätte sich auch ge- prächkigste beritten und montirt seren. Sie tragen Super- wiß versprochen, da^ man von Seiten des Prcußilchen Westen von schwartzemSammct,forn und hinten imc seinem Hoffs dißsalls alles Nöthigr felbsten deytragen würde; davon erhabener Gold- Stickerey verfertigten Wapen geziercr. gegen aber hätte man, ohrrgcachtet aller darüber gelhanen Gedachter Fürst sucht auch zo. der schönsten und Anregungen,es beständig unkerdem scheinbahren Vorwand wohlgewachseneu Mägdgens von seinen Uirterrhanen zu- abzejchlagcn, daß zwischen beyden Höffen kein Carte! vor- fammen, um davon eine Compagniezuformiren. Erwillsie Händen wäre. Well die Kaysrrin den Baron Stacke!- tu Amazonen-Habtt kleiden lassen, vorihre Erziehung sor« berg, einen Officwr im Preußischen Dienst, aber Ihro gen, und die besten Lehrmeister von allen Arten aus ftemb- Kays. Maj. ttnterthanen, wegen verschiedener von ihm be- den Ländern vor sie beschreiben, damit hernach, wanndiese gangenen Verbrechen, und wovon er selbst seit dem ein auff- Mägdgen mannbar sind, feine geschicktesten Mousquttaires richtiges Bekänntnuß abgk!egek,arretircn lassen; so hätte sich die besten Frauens darunter auslesen können. der Preußische Hoff für gut befunden , r. Rußische Offi-
Neapolis, den 5. Jan. Ungeachtet der Printz ciers, die sert einer gewissen Zeit in dessen Dienst gestan- Palmerici sich bey dem König, wegen gewaltthätiger Ver- den, und daraus wieder tretten wollen , feiner Seits ar- letzung der Gräntzen, zu rechtfertigen geglaubet, so haben retiren zu lassen, ohne daß ungeachtet aller der Vorstellungen doch dessen eingewanden Entschuldigungen nichts helffen und Instantzen, die zu Erhaltung ihrerFreyheit gethan wor- wollen, sondern er ist auffKönig!. Befehl in das Castell in den, der Preußische Hoffdarern willigen wollen, wo man den Arrest gesand worden. Die Königin hält sich, wegen ihrer Capikain Stackelberg nicht gleichfalls auff fteyen Fuß sitzte. bevorstehenden Mederkunfft, beständig im Zimmer. Da die Kayserin den Schluß gefastet, alle Unkertdanen >h-
Pekersburg/den s. Jan. Weilen unterschiedliche resReichs, die sich im Dienst frcmbdcr Puiffancenbefän- Gelehrte sich befchwehret, daß sie wegen Entlegenheit des den, zurück zu beruffen und von solcher Cntschtieffungallen Orths die Nachricht von dem von der Kayserl. Akademie ihren an den verschiedenen Höffen von Europa refidirenden der Wiffenschafften auffgegebenen Problemate: Ob alle Ministern Känntniß zu geben; so hätte man dem Herrn Ungleichheiten, welche in der Bewegung des Mondes de- Groß die Erlaubnis versaget, das geringste davon in die mercket werden, mit der Neutonianischen Theorie überein- Berlinische Zeitung einrücken zu lassen. Als gedachter stimmen oder nicht? und welches die wahre Theorie aller Minister, um den erhaltenen Befehlen so viel, als möglich, dieser Ungleichheiten siy, nach welcher man den Orth des nachzukommen, fokhane Entschltessung einigen Officiers, Mondeszu jeder willkührlichen Zeit auff das genaueste be- fogebohrnettnterthanenderKayserm, und im Preußischen stimmen könne? sehr spat bekommen, und also wünscheten, Dienst dermahlen gestanden, schrifftlich angezeiget, hätten Daß der Terminus wegen Annehmung der Piecen weiter ihm die Mimstri besagten Hoffs die nachdrücklichste Vor- ausgesetzek würde; Als hat man hicmit bekannt machen Haltung deswegen gethan, und ihm von Seiten des Königs wollen, daß selbige b,ß auff den r. Jun 1771. anqeuom» untersaget, hinsühro dergleichen Avertissements weiter zu inen werden ; Zugleich aber werden, die Herrn Autores geben: und gleich als ob dieses noch nicht genug gewesen, ersucht,ihre Piecen lünffligan die Cantzeley der Akademie hätte man seit dem anermrkden Minister verschiedene Fra» dtpWlffenschaffttlt zu addreßüe». Die letztlich erwednie ge« gckhan, um zu slltttckcn, ob er nach solchem ihm ük-