M Wristlichcn Werbet imd TöchlLr, die ihnen gefallen/ mit sich fortgeschlevpr haben. Die Ehri- sten-Seiaven müssen nun auch nackend.schantzen rm'o ackerten., und Stein und Erde zu den rui- nrtten Mauren zrttragen- ..Sonntag Mitlags, da fast allc^Lbrijien und.Juden Haujer geplün­dert waren, rst endlich durch den Side Mamet der Plünderung.Einhalt geschehen. .Man sagt, weil denTrouppen des alten Bay, zumahlen den Wrokren, kein Sold gezahlt worden, .ihnen uv für, um sie Zum.Angriff derSmör.auzufrischen, versprochen-werden seyc, die.Häuser der.Christen und Juden plündern und ausraudeu zu dürften: rviewohlen der Holländer, .EugLlländer, Kayftr- Lichcn .undFrautzösischen, ihre Boutiauen, wie auch das Spiral, noch .zu dato durch die Vigi- iautz und Beyhulffe einiger .vornehmen Drrcken befreyet worden., ausser.daß in dem.Spital von denen, welche nls Salve-Garde da waren., ,5«. Dopicn und silberne Kuchen-Gefäße und ande­res, geraubet worden. Hingegen sind alle Häu­ser der Christen, sowohl sreye als Sklaven, nebst der Kirche da! Bagno di St. Lucia, und di San Scbasiiano, mir dem größtenShell der.Iuden- Häuser, hierdey geplündert, und groß Elend und Schaden angerichtetvoordcn. Und es wür­de allzu weiträumig fallen . hier alles.anzufuh- ren. Um nun in .dieser kläglichen Historie wei­ter fortzufahren ; so ist der >Sida Tunez nicht ausser Acht zu kaffen, als welcher der Ursacher dieses Elends ist. Dieser-Sida Tuner-, als der Sohn des.alten Bay, hat seine Zuflucht zu den Algierern genommen aus deren ihr Territorium er noch seine Equipage, viele Mristen-Sklaven und Renegaten, in Salvo gekracht, welches aber der dasige Baffa von Algier nicht gut geheissen, dahcro er sich -anderswohin mit wenigenr Geld, einigen Edelgesteinen und grossen Diamanten, die er bey sich tragt, retirirt hat. -Nichts desto- weniger befinden ivir uns festhero in der Angst und Forcht, zum zweytemual m eine Plünderung zu fallen., die sodann zweiffclsohne arger feyn würde, als das erstemal, da wir, GOTT sey Danck i noch mit dem Leben davon gekommen sind.

. Neapolis, den 17* Jul.

Als derKayftrlich- Königliche Ambassadeur, Printz Estcrftasy, .feine Audientz bey beyden Kö­niglichen Majestäten gehabt; so redete derselbe in lattinischer Sprache den König, die Königin aber in teutscher an, in welchen beyden Spra­chen auch der König und die Königin wiederum antworteten.

, 'Lissabon, den ,?o. Julil.

Mit.einem Briese von Pondrchery.vom Mten Dctodrrs 17 t 1 * hat man Nachricht erhalten, daß die Frantzosen sich auf der Küste von Malabar unten an. dem Berge Best) sehen wollen, .allwo Per Printz von New) ihnen ein Stück Landes von emem.Canonen-Schuß im Umfang zugestan­den hat, und zwar unter der Bedingung, daß .sie ihn gegen die Maratten, die sich allda mit Gewalt einzunisteln suchen, beschützen sollen. Fer­ner bemühen,sich.die Frautzoftn zu Earouare, ei­ne halbe Melle gegen Norden von Augedive, nicht weit.von Goa, eine Colome anzulegen, urw .die Portugiesen.zu bereden, daß alsdann die Frantzösischen Küsten- Bewahrer sich aus dieser neuen.Eolonie sehr leicht mit den Portugiesen ver­einigen können, um die benachbarte See desto leichter von den Sce-Raubern, Augria, Mclcn- .dria und Bonzulvö, zu bestehen, die -schon seit einten.Jahren, zum.größten Nachtherl der Eu­ropäisch- Asiatischen Handlung, dieselben durch­streifen uno unsicher machen. Durch, dieses .Mntel wird die Handlung zu Goa wieder, wie vorhin, blühen, und-es wird eine grosse Menge Maaren von Bengale und der.Küste Coroman- d.el dahin gebracht werden. Der Marquis von .Tavora, Vrce-Konig Des Portugiesischen Indien zu Goa, hat aus die Nachricht, daß die Enge­länder ihre Fahne von der Mauer zu Melmpor oder St. Thomas weggenommen., den Baron von Vieiorie, der ein Schweitzer Wer Ingenieur In Portugiesischen Diensten ist, dahin beschicket, .um im Nahmen Sr. Portugiesischen -Majestät Besitz davon zu nehmen,, woraus ihm bey seiner Aukrmfft von der Raths-Versammlung von Gon- delurs geantwortet worden : Daß mau noch zur Zeit an diesem Orte keinen andern Herrn, als Se. Groß-Brrttannische Majestät erkennet. Wel­ches aber der -besagte Baron widerleget, und deutlich gezeiger har: Daß dieser Orr von alten Zeiten.her derEronePortugall gehöret habe. Der Baron ist hierauf nach Pondichery gegangen, um fernere Befehle von gedachtem Viee- König zu erwarten. Der Herr Dupleix, Gouverneur der FrauzösischeuHaupL-Stadt, bezeugte ihm all­da grosse Eure, mit der Versicherung,, daß er alles, was ihm möglich wäre, zum Dienste des AllergerreuestenKonigs auwenden wurde. Der gedachte Ingenieur hat sich bey dieser Gelegen­heit dermassen bey-dem Nabod von Arcate.inst- nuiret, daß derselbe die Portugiesen wieder in den Besitz der besagten Stadt St. Thomas ft-