Anno 1752* Samstags, freit 19 ' Augufti. No. 13 3.

In Franckfutt am Mayn.

ein Stratagema wie ein reiffender Strohm in die Stadt gedrungen, waren durch diesen Sieg über» müthig, plünderten und raubten der Christen Häuser, welches der aufgelauffene Pöbel sich zu Nutze machte, und das noch wegnahrne, was jene nicht gleich mit sich schleppen konnten. Das Haus des Königlich- Dahnifchen Consuls wurde hiebey rein ausgeplündert, und diejenige, die es vorhin mit dem Sohn hielten, wurden am mei­sten mitgenommen, und deren Häuser sogar mit Feuer angefteckt. Die Capuciner mußten.hierbey auch vieles ausstehen, deren r. nackend ausgezo­gen, und übel tractirt wurden, weilen sie die Heil. Gefäße ihrer Kirche zu retten suchten, als welche ebenfalls spolirt, und die Bilder auf die Straffen geschmissen worden. Viele Christen-

Wien, den ir.Augnsti.

^^Hro Majestät, die Kayserin, Königin, 'gJK unsere allermildeste Landes - Mutter, y&yjj sind Dero ^Allerhöchsten Entbindung

nunmehro stündlich gewärtig: wie dann auch zu den bevorstehenden H. Taufs-Functionen alles Benöthigte zu Schönbrunn veranstaltet wird. Von dem dahier in Besatzung liegenden Löbl. General Graf Harsischen Infanterie-Regi­ment hat eben diesen Tag, Frühe Morgens um 5. Uhr, eine Battaillon aus denen Casarmen vor der Stadt ihr Erercitium im Feuern mit schönster Fertigkeit, in Gegenwart der Hohen Generali­tät, gemacht.

Petersburg, den 21. Jul.

Der hrer befittültche Holländische Envoye,Herr Sclave.r sind hiebey erschlagen, die Töchter und von Swaart, ist in seinen Unterredungen mit de- Weiber nackend nusgezogen , und übe! mißhan- nen Directeurs des Kayserlichen Commerce-Col- delt worden. Das Haus des Proveditors un-

ölle wegen des Holtz-- Handels ferS Spitals ist nicht weniger der Raub-Begierde

regn, um vie der Holländische-

der Holländischen rlnterthanen in denen Haven dieser Trouvpen ausgesetzt gewesen, woben noch dieser Mouarchre zu erleichtern, so weit gekom- viele Kauffmanns- Maaren, als Wolle, Spani- men, daß, vermittelst allerhöchster Einwilligung sche Seide rc. mitgeraubet worden. Dieses alles Sr. Maj. der Kayftrin, die Sache unter ausge- erfolgte Samstags, den i/ten Iulii, das ist, wurckten vortheilhaffttn Bedingungen zu er- den Tag darauf, als sie die Stadt erobert, und wünschtet' Richtigkeit gediehen, daher ermeldter dauerte von Abend 4. Uhr an, bis auf den fol- Herr Gesandte schon einen Erpressen nach dem genden Morgen. In derselben Nacht am Haag adgeschicket, um sowohl der Frau Erb- Samstag gieng es recht barbarisch zu, ohngeach- Statthalterin Göuvernantm, als Ihro Hochmo- tet der alte Bay durch abgeschickte Trouppen die- Seuden, hievon zu benachrichttgen. ftr unorl nung Gnhalt zu thun suchte; die aber

Schluß des Extract - Schreibens aus Tunis. statt der Hülffe es eben so arg machten, als die Dieser Jammer hatte 50. Tage gewähret; zu andern Unmenschen. Am Sonntage, als de» Ende derselben victorisirten endlich die Tronp- 18teri Inlii, sche man erst die ausgeplünderte pen des alten Bay, drangen mit Gewalt in die «nd nackend ausgezogene arme Christen, Frauen Stadt, daraus der Sida Tunez, als der Sohn und Kinder, auf den Gaffen in jämmerliche» des allen Bay, eiligst mit der Flucht noch davon Umstanden daher lausten, die um Barmhertzig- kame. Wir glaubten, nun von den Bedrückun- keit rrrfften. Es sind viele deren in das Spital gen und von dem Hunger auf einmal befreyt zu ausgenommen, theils aber mit Kleidern rmnZu- ftyn; allein wir mußten das Gegentheil ersah- decken versehen worden. Das, was uns am al­len: Die triurnphirende Trouppen, welche durch lemeißeuschmertztt, ist, daß diese Raub-Vögel