Amsterdam, den 14 Mir.

Mit Briefen aus dem Fort St. David in Ost­indien , ist die Nachricht überschrieben worden,daß der grosse Mogol eine Armee von 2.50000.Mann «ufdie Beine gebracht habe, undmitderselbenbis <mf 6 . Meilen von Pondicheri angerücket, weil die­ser Monarch willens feye diesen Platz denen Franzosen hinweg zu nehmen, weil dieselbe «inen andern dem Mogol zugehörigen Ort hinweggenommen. Es soll derselbe beym Maho- inet geschworen haben, alle Kraffte seiner Macht anzustrengen, um die Franzosen aus seinen Staa- ren zu entfernen. Man setzt hinzu, daß der Mo­sel in Person seine Armee commandire.

Collen, deni^.Julii.

DieHerrn Deputirtedes Chnr-Cöllnischen Land- Tages sind hier angelanget, bis Dienstag werden sie zusammen kommen und ihre Verathschlagungen «»fangen.

Bonn, den i6.Ju!ii.

Wenn Ihro Churfürstliche Durchlaucht das Spaa-Wasser werden gekruncken haben, so tretten dieselbe die Reise nach dem Nieder-Ertz-Stifft an, mnd wann der Westphälische Land-Tag wird äuge- Heu, werden Höchst «Dieselbe diesem Land-Tag Zbeywohnen.

/^VL^'r!85LMLr^'r8.

DieMaytttzer-August-Meß fället dermalen Montags auf den 17 .August ein. Sr. Churfürst- Men Gnaden von Mayntz, und eines Hochwü-rdi- gen Dom -Capikuls Begnadig - und Begünstigung «sothaner Jahr-Messen und des Mercanüiis über­haupt conrinuiren allerdings; verschiedener Meß- Gütern Zufuhr zeiget sich bereits, und wird an ei­nem starcken Maaren-Vertrieb nicht gezweiffett, Mer eine Meß-Bude oder Gewölb lehnen will, kan DesEndes andenStadt-Raths-Verwandten Herrn Schmidt nach Mayntz zeitlich schreiben. Weilen LieEhur-Mayntzische Kaufleuteund Land-Krämer «uch zwischen beyden Jahr-Messen das gautze Jahr dahrer ihre Maaren emkauffe», so werden die Her- Gen Groß-rer und Fabricanten von erster Hand, (welche eine Niederlage von Waaren zum v-on en Krcis in Mayntz ZU machen, oder sich haußlich'Nie- derzulassengemeynet) allen Vorschub auch bestän­digen Abzug finden. Zu Mayntz ist nun das gautze Jahr eine Niederlag aus der Churfürstlichen Fa-

briquezu Lohr von Spiegel-undScheiben-Glas,wo beständig um den gesetzten Prerß ein-und anderes zu haben. Anbey halten daselbst beständig die En- trepeneurs der Churfürstlichen Porcellain-Fabrique Göltz und Clarus, einen ansehnlichen Vorrath des Höchster-Porcellain.

Bey Springs Erben und Garbe, Buchhändlern inFranckftltt, ist zu haben: L-llexionzsuriesdou^s

I.eltres du P. P. 6eedort', cone.'roavtdiverLpo:nrr conrroverles enrre leglife romaine & la proteftan- te, avec la refutation de la nouvelle Preface oppo- f£e ä Mr. Pfi-ffius&c. 8 ä Tubingue 1750. i.fl»

15. kr. Beantwortung der 1 i. Briefe des Herrn P. Seedorfs, sammt einer Widerlegung der Vor­rede die er derzweyten Französischen Ausgabe seiner Briefe wider den Herrn Canzler Pfaff in Tübingen vorgesetzt. 8.1752.50.kr. Antwortanfdes Hrn. P.Seedorffs ersten Brief an den von ihm sogenann­ten Pubwganum. 8. 1750. 6, kr.

Nachdeme man in denen Zeitungen wahrgenom­men, daß hin u. wieder bey dem Weinhandel gefähr­licher llnterschleiffund Vermischung geschehen solle, und dieWeinewohl gar mit schädlichem Zusatz ge- schmierekund bereitet würden, so findet Ein Hoch- Edler undHochweiserRath allhier vor nöthig,oö er wohl zu denen hiesig- Verbürgert- und im Schutz stehenden Weinhändlern, ingleichenveneirjeuigen, so am Mayn feil, und ohnehin einen schwehrerr Cyd desfalls auf sich haben , wie auch denen, welche sonsten anhero mit Wein handeln, ein besseres Ver­trauen heget, als daß sie sich in dergleichen sträflichen Verbrechen verschulden selten, dennoch rathsam und von der höchsten Nothwendigkeir zu seyn, män- niglich zu verwarnen, sich deren keines zu Schulden kommen, sonderndie Weine pur, und wie sie durch göttlichen Segen an denen Reben gewachsen seynd, unverfälscht zu lassen, oderaber eine epemplarische Straffe zu gewärtigen, und wann ja jemand gegen Verhoffen dergleichen Geschmirt- und Gekünstelte oder mit schädlichem Zusatz bereitete Weine hatte, solche in Zeit von vier Wochen bey Stras der Confis- cation, und befindenden aggrav'enden Umstän­den nach bey ohnansbleiblicher scharffer Ahndung­aus der Stadt zu schaffen.

Publicatum FranckfurtamMayn- denry. Inmi 17 so.

Dieses} p al tfl wöchentlich vieuma! bey denen Serlinischen Erben und auf allen Post-Aemtem

M«Ms,DteustW,Fkep:ag»Wd Samstags m haben; wirb aber Hey Hpn. SelÄiausZWben,