Hm auch zu ihrer öaldMN Einschiffung alle benö- -tyigte Veranstaltungen.

Rech ein anders aus Livorno, denzo. Iunii.

Mer Orten ist es mmmehro wegen Abtretung der Insul Eorsica an den Iufanten Don Philipp ganß Me, aber in Eorsica selbst sprechen die Miß­vergnügten noch in allen grossen und kleinen Ge­sellschafften davon; denn sie wünschen es, den Ge- nnesern aus den Händen zu kommen.

Venedigs den i. Iulii.

Was neues und was Gutes für die Corsicaner, wenn es wahr ist. Der Marquis de Coursai hat endlich alle Schwürigkeiten gehoben, allen Ein­wendungen und Ausflüchten vorgebogen, und al­les so eingerichtet, daß die Ruhe in der Insul auf einem unvergleichlich starcken und festen Fuß ste­het. Alles ist ausgemacht, und man erwartet nur einen Courier ausFranckreich, der die Bestätigung mirbringen solle. Wie froh solle dieser wackere FranzösischeHcrr seyn, wenn er endlich nach einer mehr als Herculischen Arbeit, den Corsen die Ru­he verschaffet, und selber ausruhen könnte.

Dreßden, denIulii.

Gestern wurde in denen hiesigen Evangelisch- LntherischenKirchen zum etstenmal um eine glückli­che Entbindung der Dauphine von Franckreich gebeten, und Ihro König!. Hoheiten, der König!. Chur-Prinz, und die Chur-Prinzeßin, empsiengen bey dieser Gelegenheit von denen Herren und Da- mendesHofes, dieComplimenten. DieserTagen machte das Grenadier-Corps die Kriegs-Erereitta, uild künfftige Woche wird es von andern Regimen - tcrn ebenfalls geschehen.

Warschau, den 4. Iulii.

Von denHaydamacken gehen noch immer betrüb­te Nachrichten ein. Bey dein letzter« Scharmützel, so zwischen ihnen und dem gegen selbige ausgeschick­ten Detaschement Pohlnischen Fahnen vorgefallen, sind zwar viele derselben erleget worden, wobey aber auch die Pohlen unterschiedliche Leute verlohren ha­ben, wie dann der Commendat, Herr Labinzewsky, gleichfalls geblieben ist.

Mayland, den 6 . Iulii.

Der Gouverneur des Herzogthums Mayland, Graf von Harrach, rüstet sich würcklich zu seiner Abreise nach Wien, und hat seine Equipage einpa­cken, und einen Thei! derselben schon zum Voraus dahin abgehen lassen. Der General Palavicini hat die Compagnie der grünen Hascher beurlaubet, und die abgedanckte Marmschafft dieses Corps ist bestimmet, andenGräntzen und bey den Zöllen Ob­acht zu haben, um die Eontrebande zu verhindern,

und die diesen verbotenen Handel treibende Perso­nen anzuhalten.

Hannover, den 8. Iulii.

, Daß wahrender Anwesenheit IhrerGroßbritan« Nischen Majestät in Dero wutschen Erblanden ver­schiedene Geschäffte von der ärrssersten Wichtigkeit in Unterhandlung seyen, läßt sich ans verschiedenen Dingen, iusouderheit aber, aus den säst täglich ankommenden und wieder abgehenden Couriers muthmaffen. Die künftigeZeit aber wird endlich entdecken,^ ob die Behandlung der Wahleines Rö­mischen Königs in der Person desDurchlauchrlgsten Ertz-Herzogs und ältesten Prinzen Ihrer Kayserli­chen Majestät, wie auch der Schluß des Subsivien- Tractats mir verschiedenen Churfürsten, die vor­nehmste Angelegenheit dieser Geschafften gewesen seyen, oder ob noch andere Dinge diese Unterre­dungen, welche jetzo allhier sürgehen, verursachet haben.

Nieder-Rheinstrohn, den io.Iulii.

Die Ausfindung des zur Ueberfahrl und Unter­halt der nach Surinam bestimmten Völckee erforderlichen Fonds, gehet nicht so leicht von statten, und man hat in einer gehaltenen Ver­sammlung der Theilhabere dieser Gesellschafft, welcher die von dem Prinzen Statthalter er­nennte Commiffarien, beygewohnet, Dem Herrn du Pleßis, Gegenparthey des Gouverneurs zu Suri­nam, in seinem Begehren wegen dieser Hülffs- Völcker widersprochen, und fast einstimmig geant­wortet, daß diejenige, welche sich beleidiget zu seyn beklagten, so lange ihnen incht würde Recht gehal­ten worden seyn, nichtherschieffen dörfften. Ohn- geachtet dieser Widersetzlichkeit, zu Einschiffung dieser Völcker etwas beyzutragen, scheinet man doch den erster« zu Naarden versammleten Trans­port dahin abzuschicken, entschlossen zu seyn; Es dörffte aber der andere zu Willemstadt versammlete nicht so leicht stattfinden, wo nicht dieTherlhabere, von deren Entschluß es abhanget, hierzu einzuwilli- gen bewogen werden können, welches aber wegen der zertheilten und aufgebrachten Gemüther dersel­ben nicht vermuthlich scheinet.

Donaustrohm, den u. Iulii.

Die Kayserl. König!. Truppen campiren nicht allein in denen Erbländern, sondern auch an denen TürckischenGräntzen: ans dem Carlstädter Gene- ralat wird berichtet, daß die daselbstige regulirte Gränitzische Regimenter bereits ihre Lager aufge- schkagen, wovon jedoch denen benachbarten Türcken damit sie kein Ombrage darüber schöpffen möchten, voraus benachrichtiget worden. Das Petazzische